Die tägliche Zahl der Neuinfektionen ist immer noch zu hoch. Die Lageentwicklung bei der Corona-Pandemie bleibt damit besorgniserregend. Die große Hoffnung liegt weiterhin in der Verimpfung der Bevölkerung. Nun ist NRW groß und die Strukturen vor Ort unterscheiden sich erheblich. Wir brauchen die Möglichkeit, flexible Lösungen bei uns vor Ort zu finden.

Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion im Landtag NRW für das Plenum in der kommenden Woche vorgelegt.

Durch eine auf unsere Region angepasste Lösung können wir die Akzeptanz und Impfbereitschaft erhöhen. Nicht jeder bekommt lange Anfahrten gleich gut organisiert. Ich denke beispielsweise an allein lebende Menschen mit einem sehr hohen Lebensalter und einer eingeschränkten Mobilität. Ihnen müssen wir mit der Impfung sprichwörtlich entgegenkommen. Der Corona-Rettungsschirm wurde bislang kaum genutzt. Von den angesetzten 25 Milliarden Euro sind gerade einmal 5 Milliarden verwendet worden.

Am Geld darf die flexible Lösung nicht scheitern. Impfbusse, mobile Impfteams, Zweigstellen von Impfzentren – es gibt pragmatische Lösungen, die genutzt werden könnten. Die starre Vorgabe, dass pro Kreis nur ein Impfzentrum möglich ist, überzeugt nicht. Dafür müsse das Land jedoch die passenden Rahmenbedingungen bieten. Bislang ist es den Kreisen und Kommunen in NRW nicht erlaubt, von den landesweiten Regelungen abzuweichen.

Die Verimpfung der Bürgerinnen und Bürger scheitert mit Sicherheit nicht an der Bereitschaft der Bevölkerung. Gesundheitsminister Laumann muss Fakten und vor allem Möglichkeiten schaffen, damit wir die Menschen vor Ort schnellstmöglich mit dem dringend notwendigen Impfstoff versorgen und den Kampf gegen das Virus gewinnen können. Unser Bundesland ist nicht überall gleich. Und darum passen auch nicht überall die gleichen Lösungen. Haben wir mehr Vertrauen in die Experten vor Ort in den Kreis- und Rathäusern. Ermöglichen wir ihnen, die individuellen Herausforderungen vor Ort meistern zu können.