Stefan Kämmerling MdL: "Die Stauseen sollen grundsätzlich weiterhin für den Wassersport und andere Erholungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen."

Stefan Kämmerling MdL: “Die Stauseen sollen grundsätzlich weiterhin für den Wassersport und andere Erholungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.”

Neue Gemeingebrauchsverordnung für Trinkwasserspeicher könnte Einschränkungen bringen. Simmerath hat um Gespräch gebeten.

Was darf man auf dem Rursee und was nicht? Welche sportlichen und touristischen Aktivitäten auf Deutschlands zweitgrößtem Stausee erlaubt sind, dies regelt die sogenannte Gemeingebrauchsverordnung für die Rurtalsperre Schwammenauel. Zur Jahresmitte ist diese für 20 Jahre gültige Verordnung ausgelaufen und musste erneuert werden. Da es bezüglich der Neufassung jedoch noch Gesprächsbedarf gibt, hat die Bezirksregierung Köln zunächst nur eine für achteinhalb Monate gültige neue Verordnung für die Talsperre inklusive der Stauanlagen Heimbach und Obermaubach erlassen. „Diese endet am 15. März 2016; bis dahin soll geprüft werden, welche Bestimmungen die Neufassung erhalten soll“, erläuterte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns am Montag beim turnusmäßigen Arbeitsbesuch des Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling (SPD) in Simmerath. „Uns interessiert natürlich die Frage: Was hat das Land, was hat der Umweltminister mit der Rurtalsperre vor?“, möchte Hermanns „kein Schreckensszenario“ an die Wand malen, aber doch gerne „frühzeitig wissen, ob es beispielsweise weitere Einschränkungen geben wird“. Klar sei, dass der Rursee in erster Linie wasserwirtschaftlich genutzt werde; der See habe aber auch eine beträchtliche Funktion für Tourismus und Freizeit, sagte Hermanns.

Der Simmerather Bürgermeister weiß den Abgeordneten Kämmerlimng ebenso wie dessen CDU-Kollegen Axel Wirtz an seiner Seite. Kämmerling: „Die Stauseen sollen grundsätzlich weiterhin für den Wassersport und andere Erholungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Damit aber das Sperrensystem seinen eigentlichen Zweck erfüllen kann, müssen Beeinträchtigungen sowie direkte und indirekte Verschmutzungen vermieden werden“, so der Abgeordnete.

Vor diesem Hintergrund und im Hinblick auf die Neufassung der Verordnung nach dem 15. März 2016 hat die Gemeinde Simmerath Landesumweltminister Johannes Remmel Anfang August um ein Gespräch gebeten, bei dem neben den Landtagsabgeordneten auch Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn und Städteregionsrat Helmut Etschenberg sowie der Wasserverband Eifel-Rur am Tisch sitzen werden. Eine Antwort aus Düsseldorf steht noch aus.

(Quelle: Eifeler Zeitung / Eifeler Nachrichten vom 15.09.2015; Bericht von Heiner Schepp)