Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Dürwiß/Neu-Lohn mit vielen Themen. Im Sommer 70-jähriges Bestehen.

Bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Dürwiß/Neu-Lohn wartete mit drei Referenten und vielen Themen ein interessanter Abend auf die Mitglieder.

Nachdem Leo Gehlen seine Genossinnen und Genossen begrüßt hatte, gab er das Wort an Nadine Leonhardt ab, die über den Eschweiler Haushalt sowie aktuelle Themen in der Fraktion berichtete. Dabei erklärte sie zunächst, warum Eschweiler den ausgeglichenen Haushalt nicht wie geplant erreiche, sondern stattdessen, wie weitere sechs Städte, in dem sogenannten Haushaltssicherungskonzept verbleibe.

In diesem Zusammenhang sprach sie sich außerdem gegen die schwarze Null aus, deren „Zeche die Kommunen zahlen“. Zudem informierte sie über die großen Themen Strukturwandel und Flüchtlinge, die Eschweiler noch lange begleiten würden.

Leonhardt gegen „schwarze Null“

Leonhardt betonte: „Eschweiler ist zukunftsfähig und damit dies so bleibt, gilt es, den Strukturwandel, das Zusammenleben und das Lebensumfeld weiter zu gestalten.“ Darunter fallen auch die neusten Anträge. So seien zum einen Fördermittel für eine Anlaufstelle in der Gutenbergstraße beantragt, zum anderen ein Antrag für Randbetreuungszeiten gestellt worden. Auch möchte sich die Fraktion um die Situation der Radfahrer in Eschweiler kümmern. Da immer mehr dieses Verkehrsmittel nutzten, sei es an der Zeit Alltagsrouten zu ermitteln, an der Verknüpfung der bestehenden Freizeitrouten zu arbeiten und zu erfragen, wo im Bereich des Fahrradfahrens Handlungsbedarf bestehe.

Leonhardts Vortrag schloss sich Stefan Kämmerling an, der von den aktuellen Themen aus der Landes- bzw. Bundespolitik berichtete. Auch er griff erneut den Haushalt auf und informierte darüber, wo und in welcher Summe Gelder eingesetzt wurden.

Auch die Flüchtlingsthematik fand Platz in seinem Vortrag, so dass er zunächst über das Gesetz zur Änderung des Flüchtlingsaufnahmegesetzes referierte und schließlich auf die Finanzierung der Flüchtlingskosten einging. Im Anschluss an seine Ausführungen blieb für die Mitglieder des Ortsvereins Zeit für Fragen und zur Diskussion, die ausgiebig genutzt wurde.

Sorgen und Ängste geäußert

Hierbei wurden vor allem die Sorgen und Ängste der Bevölkerung spürbar, nicht nur in Bezug auf die Flüchtlingssituation, sondern auch, als es um das Atomkraftwerk Tihange ging. Kämmerling wies auf eine geplante Demonstration der SPD hin: „Am 30. April fahren wir nach Tihange und werden vor Ort demonstrieren.“

Schließlich stellte Kämmerling auch die kursierenden Informationen in Bezug auf den Lärmschutzerlass und die Dezibelbegrenzung bei Freizeitveranstaltungen sowie die Gemeinnützigkeit von Schützenvereinen richtig.

Peter Kendziora hatte es als dritter Referent nicht einfach. „Dennoch möchte ich kurz einen Einblick über die Bauvorhaben in Dürwiß und Neu-Lohn geben“, erklärte er und stellte zunächst klar, dass es für die Jülicher Straße noch keinerlei konkrete Planungen gibt. Außerdem sprach er über die „Neuen Höfe Dürwiß“, die Straßenplanung in Bezug auf die K33 sowie die Baulage in Neu-Lohn.

Leo Gehlen blieb zum Schluss nur noch darauf hinzuweisen, dass der SPD-Ortsverein Dürwiß/Neu-Lohn im Sommer dieses Jahres sein 70-jähriges Bestehen feiere und dass zu diesem Anlass eine Feier geplant werde.

(Quelle: Eschweiler Nachrichten / Eschweiler Zeitung vom 15.04.2016; Bericht von Katja Bach)