Wir zitieren die Stolberger Nachrichten vom 22.04.2010:

Themencheck zur Landtagswahl

Der Auto- und Lkw-Verkehr sorgt immer wieder für reichlich Diskussionsstoff. Anwohner klagen über starken Durchgangsverkehr, Fußgänger und Familien mit Kindern wünschen sich häufig eine Ausweitung von Tempo 30-Zonen. Am 9. Mai ist Landtagswahl, zu der Wahlberechtigte ab 18 Jahren aufgerufen sind. Wir haben bei fünf Direktkandidaten nachgefragt: Die Stolberger SPD fordert, alle Ortsdurchfahrten auf Hauptstraßen als Tempo 30-Zone auszuweisen. Wie stehen Sie zu diesem Vorstoß? Soll die geplante Osttangente den Status einer Landesstraße erhalten, und welche Bedeutung messen Sie ihr bei?

Stefan Kämmerling SPD:

Immer mehr Bürger – Anwohner wie auch Fußgänger – beklagen eine Gefährdung durch zu hohe Geschwindigkeiten auf den Ortsdurchfahrten. Derzeit ist unter anderem die nachgewiesene Unfallhäufigkeit ein entscheidendes Genehmigungskriterium für Tempo 30. Das halte ich für falsch. Sicherheit geht vor Schnelligkeit. Ich werde mich für eine Änderung der Genehmigungskriterien einsetzen.

Die Verkehrszählungen zeigen: Die Ortsdurchfahrten von Mausbach, Gressenich und Werth tragen eine hohe Verkehrsbelastung, sowohl durch Pkw- als auch Lkw-Verkehr. Daher ist die Planung und Realisierung von Ortsumgehungen eine notwendige und richtige Entscheidung. Die Stadt Stolberg ist nicht in der Lage, dies zu finanzieren. Daher werde ich alle Bemühungen der Stadt unterstützen, für diese Projekte eine Finanzierung durch Landeszuschüsse zu erreichen.

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