Parteisoldat ist nun Kandidat

V.l.n.r.: Stefan Kämmerling MdL, Detlef Loosz mit seiner Ehefrau und Eva-Maria Voigt-Küppers MdL (im Hintergrund Friedhelm Krämer)

V.l.n.r.: Stefan Kämmerling MdL, Detlef Loosz mit seiner Ehefrau und Eva-Maria Voigt-Küppers MdL (im Hintergrund Friedhelm Krämer)

SPD-Delegierte entscheiden: Detlef Loosz tritt bei der Bundestagswahl an. Er soll dem CDU-Platzhirsch Helmut Brandt den Wahlkreis abluchsen. Eine Gegenstimme und eine Enthaltung.

Der Rummel um ihn ist nicht seine Sache. Fast schon etwas schüchtern nimmt er die Ovationen seiner Parteifreunde entgegen, schüttelt Hände, lässt sich umarmen – und das herzlich. Detlef Loosz ist gerade in den Seminarräumen der Stadthalle Alsdorf von 67 Wahldelegierten aus den Kommunen des ehemaligen Kreises Aachen zum Bundestagskandidaten bestimmt worden. Eine Gegenstimme hat er sich eingefangen, eine Enthaltung wird gezählt. Klar, die Wahl war geheim, aber die Wette gilt, dass er selbst für die eine Enthaltung gesorgt hat.

Loosz, Jahrgang 1953, geboren in Unna, den das Leben nach Alsdorf gespült hatte, hat sich eigentlich schon im Un-Ruhestand eingerichtet. Im Berufsleben war der ausgebildete Kaufmann im Groß- und Außenhandel, der sich anschließend zum Gewerkschafter ausbilden ließ, zuletzt in Alsdorf Bezirksleiter der IGBCE, die einmal IGBE war. Also nur Bergbau, ohne Chemie. So ganz ohne Engagement fürs Allgemeinwohl, wie all’ die Jahre zuvor, wollte er es aber noch nicht haben. Loosz führt seit dem 1. Februar 2011 die SPD-Fraktion im Alsdorfer Rat. Da ist er kein Mann der ausschweifenden Worte und kommt in geradlinig formulierten Sätzen stets auf den Punkt, überlässt politische Scharmützel und damit verbundenes Geschwafel anderen.

Bei der Suche nach einem Kandidaten für die Bundestagswahl im nächsten Jahr verfiel die SPD letztlich auf ihn. Angeblich haben andere zuvor abgewinkt. Wenn das so ist, hätten die Genossen letztlich mit Loosz keine bessere Wahl treffen können, um wieder an ihre eigentlichen Ideale vor der Zeit von Kanzler Gerhard Schröder anzuknüpfen, der heute für Russland Gas (Gazprom) vermarkten hilft. Loosz soll CDU-Platzhirsch Helmut Brandt – ebenfalls aus Alsdorf – den Wahlkreis abluchsen. Der Rechtsanwalt ist oft in Berlin und geht daheim seiner Juristerei nach. Und was macht er für seinen Wahlkreis, die Menschen dort? Loosz hat darauf eine Antwort: „Der jetzige CDU-Bundestagsabgeordnete ist ja ein Rechtsanwalt, der offensichtlich wenig Zeit für unsere Region hat. Daraus kann jeder seine Schlüsse ziehen“, sagt er – der Saal tobt.

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2017-03-30T14:07:49+02:00Montag, 29. Oktober 2012|

Forderung: Rotstift intensiver nutzen

V.l.n.r.: Stefan Kämmerling MdL, Martin Peters und Eva-Maria Voigt Küppers MdL

V.l.n.r.: Stefan Kämmerling MdL, Martin Peters und Eva-Maria Voigt Küppers MdL

Bericht über den Parteitag des SPD-Unterbezirks Kreis Aachen – Stefan Kämmerling MdL im Amt des stv. Vorsitzenden bestätigt

Wir zitieren die Aachener Nachrichten / Aachener Zeitung online vom 02.07.2012 (Bericht von Thomas Vogel)

“Im Westen nichts Neues” – so gut dieser Titel zum Roman von Erich Maria Remarque passt, so falsch wäre er als Überschrift des ordentlichen Parteitags des SPD-Unterbezirk Kreis Aachen.

Die vergangenen zwei Jahre, so war den Rechenschafts- und Tätigkeitsberichten des Vorstandes und der angeschlossenen Organisationen und Arbeitsgemeinschaften zu entnehmen, brachten Erfolge, aber auch neue Aufgabenstellungen.

Die politischen Verhältnisse in der Städteregion stießen jedoch auf Kritik in den Reihen der Sozialdemokraten. Nach drei Jahren, erklärte das Mitglied im Städteregionstag Manfred Bausch in seinem Grußwort, zeige die gestaltende Mehrheit keinen Gestaltungswillen. Die SPD-Städteregionsfraktion sei die einzige, die sich entsprechend aufgestellt habe und dieses Projekt weiterentwickeln könne. In seinem Grußwort sprach der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, von einer Kompromissbereitschaft, ohne die es weder auf europäischer Ebene, noch in der Städteregion gehe.

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2017-03-30T14:07:50+02:00Montag, 2. Juli 2012|

Forderung: Rotstift intensiver nutzen

Martin Peters

Martin Peters

SPD-Unterbezirk: Martin Peters bleibt Parteichef

Alsdorf. Große Fußstapfen waren es, in die Martin Peters mit dem Vorsitz des SPD-Unterbezirks Kreis Aachen vor zwei Jahren getreten ist. Sein Vorgänger Martin Schulz, heute Präsident des Europäischen Parlaments, war sogar in die Alsdorfer Stadthalle gekommen, um dem ordentlichen Parteitag des Unterbezirks Kreis Aachen beizuwohnen.

Neben dem obligatorischen Resümee der vergangenen beiden Jahre und der Auseinandersetzung mit Inhalten künftiger Politik ging es für die 113 Delegierten vor allem darum, einen neuen Vorstand zu wählen. Überraschungen blieben aus. Die Zahlen legen nahe, dass die Genossen – auch vor dem Hintergrund der jüngsten Wahlerfolge – mit der Arbeit des Vorstandes zufrieden sind. Vorsitzender ist weiterhin Martin Peters (2010: 80,2 Prozent, 2012: 87,2 %), stellvertretende Vorsitzende bleiben die beiden Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers (94,7 % auf 98,6 %) und Stefan Kämmerling (87,2 % auf 89,2 %) sowie Detlef Loosz (86,2 % auf 97,3 %).

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2017-03-30T14:07:50+02:00Montag, 2. Juli 2012|

Politik mit Volksfeststimmung gewürzt

SPD, IG Metall und IG BCE verleihen ihren Forderungen Ausdruck. Buntes Programm bei Familienfest findet viele Besucher.

Stolberg. Traditionell haben die Veranstalter des großen Familienfestes auf dem Kaiserplatz die Bühne auch genutzt, um ihren politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen. Nach Grußworten von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler sprach sich der SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling für „gerechte Arbeit und gerechte Löhne“ aus und fügte sich damit inhaltlich in die Reihe der Redner der Gewerkschaften ein. Helmut Wirtz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Stolberg/Eschweiler, betonte, die Löhne müssten steigen, damit „wir alle mit unseren Ausgaben die Konjunktur ankurbeln können“. Es sei an den Gewerkschaften, den Druck dahingehend zu erhöhen. „Auch in Stolberg wird es zu Warnstreiks kommen“, erklärte Wirtz.

Die Vorsitzende des Ortsjugendausschusses der IG Metall, Nadine Römer, schloss sich an und plädierte deutlich für faire Leiharbeit und unbefristete Übernahme von Auszubildenden. Damit korrespondierte die Ansprache von Peter Alt, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe der IG BCE. „Junge Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen können keine Familien ernähren“, sagte Alt und forderte, dem demografischen Wandel auch in der Arbeitswelt Rechnung zu tragen: „Wir brauchen sichere Perspektiven für die Jungen, und die Älteren sollten Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren können – hier muss es ,Entlastungen statt Entlassungen‘ heißen.“ (mehr …)

2012-08-01T11:31:12+02:00Donnerstag, 3. Mai 2012|

Gute Arbeit und gerechte Löhne – Aufruf zum Tag der Arbeit –

Aufruf zum 1. Mai 2012

Aufruf zum 1. Mai 2012

Die SPD steht für ein soziales Europa mit mehr und besseren Arbeitsplätzen. Ich begrüße es deshalb, dass die deutschen Gewerkschaften den 1. Mai 2012 unter das Leitmotto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“ gestellt haben.

Wir können nicht hinnehmen, dass – infolge der Finanzkrise – in vielen Ländern Europas mehr als jeder dritte Jugendliche arbeitslos ist, dass die Gewerkschaften geschwächt werden und dass die Beschäftigten die Hauptlasten der Krise tragen müssen. Vor allem in den südeuropäischen Ländern ist es zu einem Teufelskreis aus Rezession, unsozialen Sparprogrammen, steigender Arbeitslosigkeit, sinkenden Steuereinnahmen und weiter wachsenden Staatsschulden gekommen. Es ist daher überfällig, die Finanzmärkte durch eine Finanztransaktionssteuer an den Kosten der Krise zu beteiligen. Und: Die überschuldeten Staaten brauchen eine klare Wachstumsperspektive und Investitionshilfen, um mittelfristig aus eigener Kraft die Spirale aus Rezession und steigender Verschuldung zu überwinden. Deutschland als wirtschaftsstärkste Nation Europas trägt eine besondere Verantwortung. Der jahrelange Druck auf die Löhne in unserem Land hat auch zur Vergrößerung der Handelsungleichgewichte innerhalb Europas beigetragen. Den anderen europäischen Ländern helfen wir deshalb auch dadurch, dass wir bei uns endlich wieder stärkere Lohnsteigerungen erzielen, die eine stärkere Binnennachfrage auslösen.

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2017-03-30T14:07:50+02:00Montag, 30. April 2012|

SPD-Unterbezirk Kreis Aachen nominiert Kandidaten für die Landtagswahl. Stefan Kämmerling tritt erneut im Südkreis an.

Bildunterschrift: Eva-Maria Voigt-Küppers und Stefan Kämmerling gehen inhaltlich gut aufgestellt gemeinsam in den Wahlkampf.

Bildunterschrift: Eva-Maria Voigt-Küppers und Stefan Kämmerling gehen inhaltlich gut aufgestellt gemeinsam in den Wahlkampf.

Städteregion. In der gestrigen Sitzung des SPD-Unterbezirks Kreis Aachen wurde Stefan Kämmerling einstimmig erneut vom Vorstand als Landtagskandidat für den Wahlkreis Aachen IV nominiert. Unterbezirksvorsitzender Martin Peters dankte Stefan für sein Engagement für den Südkreis in den vergangenen beiden Jahren. „Stefan Kämmerling war auch ohne Landtagsmandat stets in seinem Wahlkreis präsent und hat sich immer für die dort lebenden Menschen eingesetzt. Ich möchte ihm dafür herzlich danken und ihm meinen vollsten Respekt für diese nicht immer leichte Aufgabe aussprechen“, würdigte der Vorsitzende seine Engagement für die Städte Eschweiler, Monschau, Roetgen, Simmerath und Stolberg. Für den Nordkreis ebenfalls einstimmig wieder aufgestellt wurde Eva-Maria Voigt-Küppers aus Würselen. (mehr …)

2017-03-30T14:07:52+02:00Freitag, 23. März 2012|

Eine Zäsur für Schulz, Peters und die SPD

UB-Parteitag

UB-Parteitag

Bisheriger Parteichef gibt Vorsitz im Unterbezirk ab. Nachfolger aus Stolberg freut sich über 80 Prozent Ja-Stimmen.

Stolberg.
Eine bessere Wahlempfehlung hätte sich Martin Peters nicht wünschen können. Denn kurz bevor die knapp 100 Delegierten am Samstag beim Unterbezirksparteitag im Zinkhütter Hof in Stolberg einen neuen SPD-Parteichef kürten, meldete sich noch einmal Martin Schulz als scheidender Vorsitzender des Unterbezirks Kreis Aachen zu Wort. Und er machte den Genossen in wenigen Sätzen klar, warum er und der restliche Vorstand sich für Peters ausgesprochen haben. Der 27-Jährige sei „ein junger und kluger Kopf, ein guter Redner und leidenschaftlicher Kämpfer – fleißig, ehrgeizig, durchsetzungsstark und teamfähig“, skizzierte Schulz seinen designierten Nachfolger. Kurzum: „Martin Peters kann das.“

Und das glaubt auch die Partei – zumindest eine satte Mehrheit der Delegierten, die den Stolberger SPD-Chef mit 77 von 96 abgegebenen Stimmen (80,2 Prozent, bei 13 Nein-Stimmen und sechs Enthaltungen) zum neuen UB-Vorsitzenden wählte. Ein Ergebnis, mit dem Peters zufrieden ist. „Wenn mir 80 Prozent der Delegierten zutrauen, dass ich die qualitativ hochwertige Arbeit von Martin Schulz fortsetzen kann, dann macht mich das sehr froh“, sagte der IG-Metaller nach seiner Wahl, die Schulz zuvor „einen der entscheidenden Momente in der Geschichte unseres Unterbezirks“ genannt hatte. Schließlich wechselt die SPD zumindest im hiesigen UB nicht allzu häufig ihre Parteichefs aus: Alleine Achim Großmann (1982 bis 1996) und Schulz (1996 bis 2010) blieben jeweils 14 Jahre an der Spitze.

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2017-03-30T14:07:52+02:00Montag, 21. Juni 2010|
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