Brunchen für mehr Geld in der Lohntüte

Neue Form des Warnstreiks: IG Metall lässt im Talbahnhof die Betriebsräte zu Wort kommen, um ihre Forderungen zu unterstreichen

Stolberg/Eschweiler. Die Zeichen stehen auf Streik – und alles geht seinen gewohnten Gang. Aktuell wollen die Metaller 6,5 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten 3 Prozent. Es folgt das übliche Muskelspiel der Tarifparteien. Der Warnstreik ist ein erster Schritt der Gewerkschaften, ihren Forderungen mehr Gewicht zu geben. Alles wie immer, mag man denken. Gestern Morgen beschritt die IG Metall Stolberg/Eschweiler jedoch einen neuen Weg: Im Kulturzentrum Talbahnhof versammelten sich fast 400 Arbeitnehmer zu einem Warnstreik-Frühstück. Der Arbeitskampf bei Brötchen und Kaffee kam gut an bei den Streikenden. (mehr …)

2012-08-01T11:21:59+02:00Donnerstag, 10. Mai 2012|

Politik mit Volksfeststimmung gewürzt

SPD, IG Metall und IG BCE verleihen ihren Forderungen Ausdruck. Buntes Programm bei Familienfest findet viele Besucher.

Stolberg. Traditionell haben die Veranstalter des großen Familienfestes auf dem Kaiserplatz die Bühne auch genutzt, um ihren politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen. Nach Grußworten von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler sprach sich der SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling für „gerechte Arbeit und gerechte Löhne“ aus und fügte sich damit inhaltlich in die Reihe der Redner der Gewerkschaften ein. Helmut Wirtz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Stolberg/Eschweiler, betonte, die Löhne müssten steigen, damit „wir alle mit unseren Ausgaben die Konjunktur ankurbeln können“. Es sei an den Gewerkschaften, den Druck dahingehend zu erhöhen. „Auch in Stolberg wird es zu Warnstreiks kommen“, erklärte Wirtz.

Die Vorsitzende des Ortsjugendausschusses der IG Metall, Nadine Römer, schloss sich an und plädierte deutlich für faire Leiharbeit und unbefristete Übernahme von Auszubildenden. Damit korrespondierte die Ansprache von Peter Alt, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe der IG BCE. „Junge Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen können keine Familien ernähren“, sagte Alt und forderte, dem demografischen Wandel auch in der Arbeitswelt Rechnung zu tragen: „Wir brauchen sichere Perspektiven für die Jungen, und die Älteren sollten Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren können – hier muss es ,Entlastungen statt Entlassungen‘ heißen.“ (mehr …)

2012-08-01T11:31:12+02:00Donnerstag, 3. Mai 2012|
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