Brunchen für mehr Geld in der Lohntüte

Neue Form des Warnstreiks: IG Metall lässt im Talbahnhof die Betriebsräte zu Wort kommen, um ihre Forderungen zu unterstreichen

Stolberg/Eschweiler. Die Zeichen stehen auf Streik – und alles geht seinen gewohnten Gang. Aktuell wollen die Metaller 6,5 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten 3 Prozent. Es folgt das übliche Muskelspiel der Tarifparteien. Der Warnstreik ist ein erster Schritt der Gewerkschaften, ihren Forderungen mehr Gewicht zu geben. Alles wie immer, mag man denken. Gestern Morgen beschritt die IG Metall Stolberg/Eschweiler jedoch einen neuen Weg: Im Kulturzentrum Talbahnhof versammelten sich fast 400 Arbeitnehmer zu einem Warnstreik-Frühstück. Der Arbeitskampf bei Brötchen und Kaffee kam gut an bei den Streikenden. (mehr …)

2012-08-01T11:21:59+02:00Donnerstag, 10. Mai 2012|

Die Kommunen sind keine Bittsteller

Arbeitnehmerempfang des Regionalforums der IGBCE und des SPD-Stadtverbandes Eschweiler

Arbeitnehmerempfang des Regionalforums der IGBCE und des SPD-Stadtverbandes Eschweiler

Finanzielle Besserstellung steht obenan. Wahlkampf bestimmt Arbeitnehmerempfang von SPD und Industriegewerkschaft BCE.

Eschweiler. Die ersten 30 Minuten, in denen das „Peter Janton Duo“ handgemachten Swing und Jazz präsentierte, verliefen im wahrsten Sinne des Wortes noch „Piano“. Doch dann wurden beim Arbeitnehmerempfang der SPD Eschweiler und des Regionalforums der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), der am Freitagabend im Talbahnhof stattfand, heftigere Töne angeschlagen. Dabei war die Veranstaltung, deren Planung bereits im Herbst begonnen hatte, ursprünglich keinesfalls als Wahlkampfveranstaltung vorgesehen. Doch wenn es der neue Terminplan hergibt…

So propagierte Mafred Maresch, Bezirksleiter der IG BCE im Bezirk Alsdorf, den erneuten Schulterschluss der Gewerkschaften mit den Sozialdemokraten: „Jahrelang sind wir auseinandergedriftet. Jetzt gilt es, wieder gemeinsam die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten.“ Die Schlagworte müssten lauten, „gerechte Löhne und soziale Gerechtigkeit“. Deshalb sei die Forderung nach einer Lohnerhöhung von sechs Prozent für die Beschäftigten in der Chemischen- sowie in der Glasindustrie absolut berechtigt. Seltsam sei nur, dass Arbeitgeber, die eben noch starke Gewinne präsentiert hätten, auf einmal wieder Gewitterwolken am Himmel der Wirtschaftsentwicklung sähen, sobald es um Lohnerhöhungen gehe. (mehr …)

2017-03-30T14:07:50+02:00Montag, 7. Mai 2012|

Politik mit Volksfeststimmung gewürzt

SPD, IG Metall und IG BCE verleihen ihren Forderungen Ausdruck. Buntes Programm bei Familienfest findet viele Besucher.

Stolberg. Traditionell haben die Veranstalter des großen Familienfestes auf dem Kaiserplatz die Bühne auch genutzt, um ihren politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen. Nach Grußworten von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler sprach sich der SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling für „gerechte Arbeit und gerechte Löhne“ aus und fügte sich damit inhaltlich in die Reihe der Redner der Gewerkschaften ein. Helmut Wirtz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Stolberg/Eschweiler, betonte, die Löhne müssten steigen, damit „wir alle mit unseren Ausgaben die Konjunktur ankurbeln können“. Es sei an den Gewerkschaften, den Druck dahingehend zu erhöhen. „Auch in Stolberg wird es zu Warnstreiks kommen“, erklärte Wirtz.

Die Vorsitzende des Ortsjugendausschusses der IG Metall, Nadine Römer, schloss sich an und plädierte deutlich für faire Leiharbeit und unbefristete Übernahme von Auszubildenden. Damit korrespondierte die Ansprache von Peter Alt, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe der IG BCE. „Junge Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen können keine Familien ernähren“, sagte Alt und forderte, dem demografischen Wandel auch in der Arbeitswelt Rechnung zu tragen: „Wir brauchen sichere Perspektiven für die Jungen, und die Älteren sollten Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren können – hier muss es ,Entlastungen statt Entlassungen‘ heißen.“ (mehr …)

2012-08-01T11:31:12+02:00Donnerstag, 3. Mai 2012|

Gute Arbeit und gerechte Löhne – Aufruf zum Tag der Arbeit –

Aufruf zum 1. Mai 2012

Aufruf zum 1. Mai 2012

Die SPD steht für ein soziales Europa mit mehr und besseren Arbeitsplätzen. Ich begrüße es deshalb, dass die deutschen Gewerkschaften den 1. Mai 2012 unter das Leitmotto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“ gestellt haben.

Wir können nicht hinnehmen, dass – infolge der Finanzkrise – in vielen Ländern Europas mehr als jeder dritte Jugendliche arbeitslos ist, dass die Gewerkschaften geschwächt werden und dass die Beschäftigten die Hauptlasten der Krise tragen müssen. Vor allem in den südeuropäischen Ländern ist es zu einem Teufelskreis aus Rezession, unsozialen Sparprogrammen, steigender Arbeitslosigkeit, sinkenden Steuereinnahmen und weiter wachsenden Staatsschulden gekommen. Es ist daher überfällig, die Finanzmärkte durch eine Finanztransaktionssteuer an den Kosten der Krise zu beteiligen. Und: Die überschuldeten Staaten brauchen eine klare Wachstumsperspektive und Investitionshilfen, um mittelfristig aus eigener Kraft die Spirale aus Rezession und steigender Verschuldung zu überwinden. Deutschland als wirtschaftsstärkste Nation Europas trägt eine besondere Verantwortung. Der jahrelange Druck auf die Löhne in unserem Land hat auch zur Vergrößerung der Handelsungleichgewichte innerhalb Europas beigetragen. Den anderen europäischen Ländern helfen wir deshalb auch dadurch, dass wir bei uns endlich wieder stärkere Lohnsteigerungen erzielen, die eine stärkere Binnennachfrage auslösen.

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2017-03-30T14:07:50+02:00Montag, 30. April 2012|

Landtagskandidat zu Gast bei der IGBCE in Stolberg

Anlässlich ihrer Jubilarehrung richtete Stefan Kämmerling in Stolberg ein Grußwort an die Jubilare der IG BCE.

Stefan Kämmerling: “Ich bin seit 1998 aus voller Überzeugung Gewerkschaftsmitglied. Bei der Ehrung von verdienten Gewerkschaftern der IGBCE sprechen zu dürfen, ist mir darum eine besondere Ehre.”

Kämmerling ging weiterhin kurz auf die Bemühungen der Landesregierung ein, NRW wieder zum Mitbestimmungsland Nr. 1 zu machen. Er sprach die arbeitnehmerfreundlichen Änderungen am Landespersonalvertreteungsgesetz und die Wiedereinführung des Tariftreuegesetzes an.

2017-03-30T14:07:51+02:00Montag, 23. April 2012|

Ein Appell für Mindestlöhne

Maifest SPD Stolberg 2010

Maifest SPD Stolberg 2010

Wir zitieren die Stolberger Nachrichten / Stolberger Zeitung vom 03.05.2010
Gewerkschaften und SPD üben Schulterschluss – zumindest am 1. Mai beim Fest auf dem Kaiserplatz. Wirtz gibt trotz leichten Aufschwungs keine Entwarnung. Kämmerling wirbt um Stimmen.

Stolberg. Eine bunte Mischung aus Unterhaltung und etwas Politik sind die beiden Komponenten, die immer wieder zahlreiche Gäste zum traditionellen Familienfest der Stolberger IG Metall, IG BCE und SPD auf den Kaiserplatz locken. Dass es diesmal wenige Tage vor der Landtagswahl etwas politischer als sonst wurde, versteht sich fast von selbst.

Der Spaß und ein kurzweiliges Programm sollten bei der Veranstaltung aber natürlich auch nicht zu kurz kommen. Während die kleineren Gäste mit Ponys und Eisenbahn die Umgebung des Kaiserplatzes erkunden konnten und am Schminkstand, Bagger und Karussel ihre Freude hatten, sorgten die Präsentation des Racing Teams Krüger sowie acht Musik- und Tanzgruppen auf der Bühne für die Unterhaltung der Großen.

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2017-03-30T14:07:53+02:00Montag, 3. Mai 2010|

“Man darf Industrie nicht vernachlässigen!”

Energiegeladene Diskussion: (von links) Albert Borschardt, Oliver Krischer, Stefan Kämmerling, Ralf Wölk und Patrick Nowicki. Foto: Stefan Herrmann

Energiegeladene Diskussion: (von links) Albert Borschardt, Oliver Krischer, Stefan Kämmerling, Ralf Wölk und Patrick Nowicki. Foto: Stefan Herrmann

Wie geht’s nach 2030 weiter in der Braunkohleregion? Das Regionalforum der IG BCE sucht mit Politikern nach Antworten.

Von Stefan Herrmann
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2017-03-30T14:07:54+02:00Montag, 19. April 2010|
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