© S.Kobold - Fotolia.com

Stefan Kämmerling MdL: “Klare Regeln für Ferienjobs.”

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Manche Schülerinnen und Schüler wollen sich in dieser Zeit nicht nur erholen, sondern mit einem Ferienjob ihr Taschengeld aufbessern. „Etwa 440.000 Schülerinnen und Schüler über 15 Jahren in NRW dürfen in den Ferien arbeiten. Dies allerdings nur unter ganz bestimmten Bedingungen“, teilt der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling mit.

„Die Sommerferien dienen vordergründig der Erholung der Schülerinnen und Schüler. Ein Ferienjob darf also die Erholung nicht beeinträchtigen“, so Stefan Kämmerling weiter. Das Jugendarbeitsschutzgesetz habe aus diesem Grund klare Regeln für Jugendliche ab 15 Jahren vorgesehen. Stefan Kämmerling: „Die Bestimmungen für Ferienjobs müssen im Interesse der jungen Menschen unbedingt eingehalten werden.“

  • Jugendliche ab 15 Jahren dürfen während der Ferienzeit an maximal 20 Tagen im Jahr jobben, pro Woche höchstens an fünf Tagen. Die tägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten; nächtliche Arbeit zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr sowie Arbeit an Sonn- und Feiertagen sind tabu. Für Branchen wie Gastronomie, Landwirtschaft sowie Tätigkeiten im Gesundheitsdienst und im Bäckereihandwerk gelten Ausnahmen. So dürfen Jugendliche im Gesundheitsdienst auch an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden und Jugendliche über 16 Jahre in der Gastronomie bis 22.00 Uhr.
  • Die Jugendlichen dürfen nur Arbeiten verrichten, die sie körperlich nicht überfordern und die keine gesundheitlichen Gefahren bergen. Fließband- und Akkordarbeiten sind unzulässig. Der Arbeitgeber hat die Jugendlichen vor der Arbeitsaufnahme zu unterweisen und auf Unfall- und Gesundheitsgefahren hinzuweisen.
  • Jugendliche sind bei Ferienjobs über den Arbeitgeber unfallversichert. Für die Jugendlichen fallen keine Beiträge zu den Sozialversicherungen an.
  • Verstöße von Arbeitgebern gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz gelten als Ordnungswidrigkeit und können in schweren Fällen auch als Straftat verfolgt werden.

Für Kinder ab 13 Jahren gelten nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz wesentlich strengere Regelungen: Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren dürfen mit Zustimmung der Eltern lediglich leichte Arbeiten ausführen wie Zeitungen austragen, Babysitten, Nachhilfe geben oder Botengänge erledigen – dies allerdings ganzjährig, jedoch nur bis zu zwei Stunden täglich an bis zu fünf Werktagen in der Woche.

Ansprechpartner für alle Fragen im Zusammenhang mit dem Jugendarbeitsschutzgesetz ist die Bezirksregierung Köln (Tel.: 0221/1470).

Infos zum Jugendarbeitsschutzgesetz auch auf www.arbeitsschutz.nrw.de.