Kraftwerk Weisweiler

Kraftwerk Weisweiler

Zu der heute in Berlin von Greenpeace veröffentlichten Studie zur Gesundheitsgefährdung durch Kohlekraftwerke erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling:

“Greenpeace polarisiert mit der heute vorgestellten Studie und rückt auch das Kraftwerk Weisweiler in den Fokus. Ziel des Betreibers und der Politik muss ein maximal möglicher Schutz der Bevölkerung vor Schadstoffemissionen sein. Neben der selbstverständlichen Einhaltung der gesetzlich vorgeschrieben Emissionsgrenzwerte muss dies aus meiner Sicht auch kontinuierliche Investitionen in moderne Filtertechniken umfassen.

Kritisch sehe ich jedoch eine isolierte Betrachtung von Emissionen durch Braunkohleverstromung.

Eine erfolgreiche Energiewende und die Abkehr von Atomstrom ist mittlerweile parteiübergreifend gewollt. Der Weg dorthin ist allerdings nicht ohne konventionelle Kraftwerke möglich. Die Stabilisierung des Stromnetzes mit seinen durch erneuerbare Energien bedingten Schwankungen bedarf mittelfristig weiterhin der Kohle –und Gasverstromung, will man nicht den erneuten Ausstieg aus dem Ausstieg der Atomenergie postulieren.

Wer also die erfolgreiche Energiewende will, der darf aus meiner Sicht nicht isoliert über Emissionen konventioneller Kraftwerke diskutieren. Braunkohlekraftwerke sind nicht perfekt, aber mittelfristig alternativlos – auch in unserer Region und auch für unsere Region.”