Stefan Kämmerling MdL: "Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen ist für unsere Region unentbehrlich."

Stefan Kämmerling MdL: “Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen ist für unsere Region unentbehrlich.”

Stefan Kämmerling und eine Delegation von SPD-Kommunalpolitikerinnen aus der Region besuchten kürzlich den Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e. V. Die Leiterin Agnes Zilligen berichtet über Angebot und Arbeit der hauptsächlich eh-renamtlich getragenen Institution. Verstärkte Förderung des Frauennotrufs Aachen wünschenswert.

Vor einigen Monaten kam Agnes Zilligen vor dem Landtag im Rahmen der Kundge-bung der Fraueneinrichtungen in NRW mit Stefan Kämmerling ins Gespräch. Dort lud sie ihn dazu ein, den Frauennotruf in Aachen kennen zu lernen. Diesen Besuch stattete Kämmerling nun mit einer Delegation sozialdemokratischer Kommunalpolitikerinnen aus der Städteregion Aachen der vor Ort einzigartigen Einrichtung ab. Frau Zilligen informierte die Besucher über das differenzierte Angebot des Frauennotrufs. Das hauptamtliche Team, bestehend aus fünf Frauen, kümmert sich fachlich kompetent um betroffene Frauen und Mädchen. Neben der psychologischen Betreuung der Opfer sexueller Gewalt bietet der Notruf auch Gespräche mit Angehörigen und Bezugspersonen der Opfer, Beratung für Frauen in der 3. Lebensphase und die Begleitung des Weges zur Polizei oder zu Gerichtsverfahren. Zudem wurde die Kampagne “K.O.cktail – Fiese Drogen im Glas” im Jahr 2006 von der Einrichtung ins Leben gerufen. Unterstützt wird der Frauennotrauf in Aachen von ehrenamtlichen und engagierten Helfern.

Den Besuch nutzte Kämmerling auch um gemeinsam mit den Gesprächsteilnehme-rinnen auf die Gleichberechtigungskampagne “HE FOR SHE” der Vereinten Nationen aufmerksam zu machen. Unter dem Hashtag #heforshe wurde auf diese weltweit beachtete UN-Kampagne in sämtlichen sozialen Netzwerken aufmerksam gemacht und für die Gleichberechtigung von Mann und Frau geworben. Im Zentrum des Besuches beim Frauennotruf stand allerdings das Thema sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen.

Stefan Kämmerling: “Viel mehr Frauen und Mädchen werden Opfer von sexueller Gewalt, als das in der Öffentlichkeit bekannt ist. Diese Opfer erhalten beim Frauen-notruf Aachen kompetente und seriöse Hilfe in ihrer unvergleichlich schwierigen Situation. Der Besuch des Notrufs hat mich sehr beeindruckt. Die Einrichtung ist ausgesprochen wichtig für unsere Region und ich will auch ganz ausdrücklich dazu aufrufen, sie mit Spenden zu unterstützen. Neben Spenden ist aber selbstverständlich auch weiterhin die Öffentliche Hand gefragt”.

Im Jahre 2013 finanzierte sich die Einrichtung mit 65.000,- Euro zu knapp einem Drittel selbst. Weitere 100.000,- Euro wurden von der Städteregion und 52.000,- Euro vom Land NRW – vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter – bereitgestellt. Darüber hinaus profitiert der Frauennotruf von den vielen ehrenamtlich Tätigen und den Spenden, die vor allem durch die Kampagne zum Schutz gegen K.O.-Tropfen eingenommen werden konnten.

Im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags wurde in den vergangenen Tagen einem Änderungsantrag der SPD und Bündnis 90/Die Grünen zum Haushalt 2015 zugestimmt. Der Antrag sieht eine Erhöhung der Zuschüsse für soziale Einrichtungen vor, die gewaltbetroffene Frauen schützen und helfen. Somit fließen 1,15 Millionen Euro mehr Geld in Einrichtungen wie der Frauennotruf Aachen eine ist.

Stefan Kämmerling: “Die Erhöhung der Mittel durch den Landtag ist monetär wichtig und richtig, stellt aber auch ein gutes Signal für die vielen Helferinnen und Helfer wichtiger Einrichtungen in unserem Land dar”.

Man(n) und Frau kann spenden:

Der Förderkreis der Beratungsstelle Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V. nimmt für die wichtige Arbeit des Notrufes gerne Spenden an. Alle Informationen zu den verschiedenen Spendenmöglichkeiten, die auch die Möglichkeit zweckgebundener Spenden beinhalten, sind auffindbar unter:

http://www.frauennotruf-aachen.de