Der Einladung nach Eschweiler war der Staatssekretär bei der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Dr. Marc Jan Eumann, sehr gerne gefolgt. Im Anschluss an einen Termin in Stolberg hatten der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling und Bürgermeister Rudi Bertram in das Seehaus 53 eingeladen, um sich über die Themen “Eschweiler – Stadt im Wandel” und “Freifunk” auszutauschen. Als eines von diversen Projekten zum Strukturwandel der Indestadt präsentierte Kämmerling zusammen mit Bürgermeister Rudi Bertram und seinem Verwaltungsvorstand das „Freizeitzentrum Blaustein-See“, das sich von einem ehemaligen Tagebau-Abbaufeld heute zu einem attraktiven Naherholungs- und Freizeitzentrum mit vielseitigen Möglichkeiten entwickelt hat. Bertram betonte aber auch, dass Strukturwandel und Stadtentwicklung permanente Prozesse sind, da sich die Rahmenbedingungen stets entwickeln und verändern. So habe man schon jetzt strategisch und planerisch die Herausforderungen ins Auge zu fassen, die etwa die Schließung des Tagebaus und des Kraftwerks, der demografische Wandel der Gesellschaft und die notwendige Stärkung der Infrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit nach sich zögen. Zum Thema “Freifunk” informierte Samuel Hillesheim über die von ihm gegründete Initiative „Freifunk Eschweiler“ im Hinblick auf eine flächendeckende Versorgung der Stadt mit freiem WLAN.

Kämmerling unterstrich die Wichtigkeit des Freifunks für die Zukunftsfähigkeit von Handel und Gewerbe, als Verbesserung des sozialen Zusammenlebens und für bürgerliches Engagement. Nicht zuletzt habe man auch den Flüchtlingen hierdurch ermöglicht, den Kontakt zu ihren weit entfernten Familien aufrecht zu erhalten. Marc Lersch vom Seehaus 53 berichtete aus seiner täglichen Praxis als Gastronom, dass junge Menschen, aber auch zunehmend ältere, heute permanent in den sozialen Netzen unterwegs sind und natürlich auch während ihrer Freizeit – wo auch immer diese verbracht wird. Von daher erhöht der freie WLAN-Zugang unbedingt die Attraktivität eines jeden Freizeitanbieters.

Einer Meinung hiermit resümierte Eumann am Ende, dass die digitale Infrastruktur im 21. Jahrhundert so selbstverständlich zur Grundversorgung der Bürger gehöre wie die Wasser- und Energieversorgung. Für Eschweiler und Stolberg seien die Aussichten äußerst positiv, denn die EWV/RegioNetz habe sich bereit erklärt, die beiden Städte mit kostenfreiem WLAN via Freifunk zu versorgen.

(Quelle: Eschweiler Filmpost vom 29.06.2016)