St. Hubertus Schützenbruderschaft Eschweiler-Bergrath: Keine langen Reden, sondern feiern

Die Bergrather St.-Hubertus-Schützen bitten zum Jubiläumsabend mit einem abwechslungsreichen Programm

Eschweiler-Bergrath Als Johannes Gastreich am Samstagabend den Erlös des Festausschusses überreichte, war die Freude in Bergrath groß: 12 000 Euro kamen zusammen, die Brudermeister Michael Roth in Empfang nahm. Dass dieses Geschenk zum 150-jährigen Bestehen der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft natürlich gut ankam, konnte man allen Mitgliedern der Bruderschaft ansehen. Dieser stolze Betrag passte perfekt in die Jubiläumsgala im Bergrather Festzelt, die sich in vieler Hinsicht von ähnlichen Veranstaltungen unterschied.

„Gewisse Sorge“

„Wir wollen keine langen Reden schwingen, sondern feiern“, verkündete Brudermeister Michael Roth. In gemütlicher Runde hatten sich Festausschuss und einige Schützen in den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde getroffen. Dem Gremium, das die Bruderschaft im Jubiläumsjahr unterstützt, standen neben Johannes Gastreich auch Sven Rehfisch und Max Krieger vor. Bei der Gründungsversammlung im April bekundeten 82 Indestädter Interesse, letztlich wuchs die Zahl der Mitglieder des Festausschusses auf 373 Personen an. Dass es um das Schützenwesen in Bergrath deutlich besser bestellt ist als in anderen Orten, machte der Schirmherr und Bürgermeister Rudi Bertram deutlich: „Ich sehe mit einer gewissen Sorge, dass die Zahlen in den Schützenvereinen zurückgehen.“ Kräfte zu bündeln, sei eine Möglichkeit, aus der Krise zu finden. Kern sei aber, junge Menschen zu begeistern. Dies sei in Bergrath gut gelungen, teilte er im Gespräch mit dem Moderator der Jubiläumsgala, Patrick Nowicki, mit.

Musikalisch übernahm die HSO-Band unter Leitung von Holger Gilles das Kommando, die zwischen den Programmpunkten Party-Stimmung bis in die frühen Morgenstunden aufkommen ließ. Auf der Bühne gaben sich zahlreiche Akteure die Mikrofone in die Hand, die vor allem aus dem Karneval bekannt sind. Zur karnevalistischen Veranstaltung im Sommer mutierte die Gala dennoch nicht.

Die beiden Indestädter Michael Henkel und Guido Streußer zeigten bei der „Hitzeschlacht im Festzelt“ als „Labbes & Drickes“, dass man auch bei tropischen Temperaturen mehrere Instrumente bedienen kann. Der Komiker Joachim Jung schlüpfte in seine Paraderolle als Lieselotte Lotterlappen und nahm das Publikum gehörig auf die Schippe. Beispiel gefällig? „Wenn ich ihr Kleid sehe, fällt mir gerade ein, dass ich noch Topflappen kaufen wollte“, sagte Jung. Darüber konnte auch die so Angesprochene selbst herzlich lachen.

Kölsche Stimmung brachte schließlich Marita Köllner ins Festzelt in Bergrath – im Gepäck hatte sie ihre Stimmungshits „Es war in Altenahr“, „Ein weißer Schwan“ und natürlich „Denn mir sin kölsche Mädcher“.

Kein Geburtstag ohne Überraschung: Die hatte der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling im Gepäck. Er überreichte die Verdienstmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen, die seit dem Jahr 2010 bei Jubiläen von Schützengesellschaften vergeben wird. Da auch die Raiffeisen-Bank und die Sparkasse jeweils 1500 Euro schenkten, war die Feierlaune in Bergrath natürlich perfekt.

Das eigentliche Schützenfest – traditionsgemäß am zweiten Augustwochenende – beginnt am Freitag.

Quellen:

Zeitungsverlag Aachen, Eschweiler Zeitung, vom 09.08.2018: „Keine langen Reden, sondern feiern“.

https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/cb89fa3d15

Bild: St. Hubertus Schützenbruderschaft Eschweiler-Bergrath

2018-08-09T15:41:19+00:00 Donnerstag, 9. August 2018|