© Benjamin Haas - Fotolia.com

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Tag für Tag leiden in Eschweiler die Verkehrsteilnehmer, und oft auch Rettungskräfte der Feuerwehr, unter den Schrankenschließzeiten der EuregioBahn. Es kommt dabei zu unerträglichen Rückstaus vor den Schranken, die zu bizarren Verkehrsszenen führen. Seit Monaten wirken Vertreter der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler und der Stadtverwaltung Eschweiler vergeblich auf die Geschäftsführung der EVS – EUREGIO Verkehrsschienennetz GmbH, welche die Bahnstrecke verantwortlich betreibt. Stefan Kämmerling, Stadtverbandsvorsitzender der Eschweiler SPD: „Wir bekennen uns klar zur EuregioBahn, aber die Belastbarkeit der Eschweiler Bevölkerung durch die Schrankenschließzeiten ist überstrapaziert und die Geduld der Eschweiler SPD mit dem heutigen Tage beendet.“

Auslöser für diese deutliche Reaktion ist für die SPD die Information, dass in den kommenden Monaten nicht nur nicht mit einer Verkürzung der Schließzeiten durch die EVS zu rechnen sei, sondern durch technisch bedingte Stellwerkarbeiten sogar mit noch längeren Schrankenschließzeiten zu rechnen sei als dies heute bereits der Fall ist.


Der Stadtverbandsvorstand der Eschweiler Sozialdemokraten hat darum einen an die SPD-Fraktion gerichteten einstimmigen Beschluss gefasst und Konsequenzen gefordert:

1. Der Bürgermeister wird noch im öffentlichen Teil der Ratssitzung am 16. November 2011 aufgefordert, die EVS nunmehr ultimativ aufzufordern, die von dieser ursprünglich selbst zugesagten maximalen Schrankenschließzeiten von maximal 108 Sekunden ab spätestens 31.03.2012 einzuhalten.

2. Der Bürgermeister wird aufgefordert, ab sofort im öffentlichen Teil jeder Ratssitzung über den Sachstand zu informieren.

3. Die SPD-Fraktion fordert die EVS ebenfalls schriftlich und ultimativ auf, die zugesagten maximalen Schrankenschließzeiten ab spätestens 31.03.2012 einzuhalten.

Die Verantwortlichkeiten stehen für die Eschweiler SPD fest. „Es ist unbestritten, dass die Schrankenschließzeiten die von der EVS ursprünglich zugesagten maximal 108 Sekunden seit Monaten täglich überschritten werden. Weiterhin ist bekannt, dass dies ursächlich daran liegt, dass die EVS den Einsatz modernerer Signaltechnik auf der Strecke verweigert,“ so Kämmerling.