Monschauer Sozialdemokraten schauen optimistisch nach Düsseldorf

Konzen. „Als ich zur heutigen Mitgliederversammlung einlud, hätte ich nicht gedacht, dass sich die Ereignisse so überschlagen würden“, eröffnete Brigitte Olschewski, Ortsvereinsvorsitzende der SPD Monschau, die Mitgliederversammlung am Freitagabend in der Konzener Gaststätte „Jägersruh“.

Die Neuwahlen des NRW-Landtags sind in den Medien Thema Nummer eins und es scheint so, als würden diese sogar die Wahl des neuen Bundespräsidenten „zur Nebensache“ werden lassen, betonte Brigitte Olschewski die enorme Bedeutung dieser Wahlen.

SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling war gekommen, um seine Parteifreunde auf den bevorstehenden Wahlkampf einzustimmen und lud alle ein, sich selbst aktiv zu beteiligen. „Hier in Monschau gilt es, 541 Stimmen aufzuholen“, diese fehlten der SPD nämlich bei der letzten Landtagswahl vor zwei Jahren.

Mit „Herzblut“ und „viel Fleiß“ will die Monschauer SPD dieses Ziel in Angriff nehmen und Stefan Kämmerling so in den NRW-Landtag nach Düsseldorf entsenden.

Morgens bis abends unterwegs

Für die offizielle Wahlkreiskonferenz wählen die Monschauer SPD Mitglieder zwei Delegierte am 26. März auf ihrer Mitgliederversammlung. Dann möchte Stefan Kämmerling voll in den Wahlkampf starten: „Ich werde nach Ostern von morgens bis abends unterwegs sein und euch allen zur Verfügung stehen“. Es soll Besuche in der Nordeifel geben und auch bei der traditionellen Narzissen-Wanderung der Monschauer SPD möchte Kämmerling dabei sein. Ortsvereinsvorsitzende Brigitte Olschewski, Kandidat Stefan Kämmerling und SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Mathar blicken optimistisch auf die Wahlen im Mai. Nun habe man eine völlig andere Ausgangssituation und die Chancen für die SPD seien jetzt besser als vor zwei Jahren. Jedoch solle man sich nicht nur auf die guten Prognosen verlassen, sondern auch aktiv mithelfen, dass das gesteckte Ziel auch erreicht werden könne.

Fraktionsvorsitzender Gregor Mathar plädierte für eine schnelle Verkehrsanbindung nach Aachen und stellte Projekte wie das Verkehrskonzept eines Bushofs in Imgenbroich, den Ausbau der Monschauer Straße oder eine Ortsumgehung in Roetgen in den Vordergrund. „Es geht nicht nur um die zahlreichen Pendler, die jeden Tag nach Aachen zu ihrer Arbeitsstätte fahren, sondern vielmehr auch um die Bürger, die das hohe Verkehrsaufkommen Tag für Tag vor ihrer Haustür ertragen müssen“.

Auch die Haushaltslage in Monschau sieht Mathar „gar nicht rosig“, und es gelte nun, an den richtigen Stellen zu sparen“. In der Zukunft will Mathar sich für eine zeitgemäße Internetversorgung für das gesamte Stadtgebiet Monschau stark machen sowie die Attraktivität des ländlichen Raumes steigern.

Neben dem Themenschwerpunkt der Neuwahlen des NRW Landtags wurde das langjährige SPD- Mitglied Manfred Fichtner für seine Verdienste in 40 Jahren Parteimitgliedschaft mit einer Urkunde geehrt und durfte sich über die Glückwünsche seiner Parteigenossen freuen.

Kassierer Bruno Steffens gab in seinem Kassenbericht keinen Grund zur Sorge, und auch die beiden Kassenprüfer Helmut Jakobs und Bernd Kreutz konnten bei ihrer sorgfältigen Prüfung keine Unregelmäßigkeiten feststellen.

Alles über das Eifelwetter

Im Anschluss an die SPD-Mitgliederversammlung gab der wohl bekannteste Wetterfrosch der Nordeifel, Bodo Friedrich, einen Einblick in seine Leidenschaft – das Phänomen Wetter. Seine Eifelwetter-Internetseite zieht im Monat um die 100 000 Besucher an, die sich bei dem pensionierten Physiklehrer der Gemeinschaftshauptschule Monschau – Roetgen und seinem Team über das unberechenbare Eifelwetter informieren wollen.

Der Wetterexperte stellte die Grundlage unseres Wetters, das Sonnensystem, eindrucksvoll dar und bewies, dass wir Menschen „einen Logenplatz“ in diesem Sonnensystem haben. Weiterhin könne man einem Tiefdruckgebiet seinen Namen geben. Dafür genüge ein Anruf beim Deutschen Wetterdienst und die Zahlung von 199 Euro. „Für ein Hochdruckgebiet muss man dann allerdings 299 Euro auf den Tisch legen“, sagte Friedrich und schmunzelte dabei. Seine Zuhörer waren sichtlich angetan und stellten dem Wettermann zahlreiche Fragen, und nach dem Vortrag wissen nun alle, welche Wolkenboten Regenwetter und welche eine Warmfront mit sich bringen. (nap)

(Wirt zitierten die Eifeler Nachrichten/Zeitung vom19.03.2012)