SPD-Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling besucht Imker der Region.

Nachdem der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling mit dem Verteilen von Wildbienen- und Schmetterlingsblumensamen an interessierte Bürgerinnen und Bürger kürzlich bereits einen Auftakt zur Sensibilisierung für das Thema Insektensterben gemacht und damit einen kleinen Beitrag zum Erhalt von Insekten, speziell auch Wildbienen, leisten wollte, fand nun der Besichtigungstermin von Bienenstöcken in Verbindung mit Hintergrundgesprächen zur aktuellen Situation der Honigbiene statt.

Gemeinsam mit Imkern aus Eschweiler besichtige Stefan Kämmerling die Arbeitsstätte von rund 600.000 fleißigen Bienen und sprach mit den Imkern unter anderem über die beeindruckenden Leistungen der nur etwa 15-18 Millimeter großen Tiere.

Neben Informationen zur Produktion von Honig in der Region und der komplexen Zucht von Bienen, war auch die inzwischen bekannte und in Teilen der Politik erkannte Problematik des Rückgangs der Insektenpopulation – so auch der Wild- und Zuchtbienen – Gegenstand des Gesprächs. Von der Varroamilbe über Pestizide bis hin zu dem örtlich unterschiedlichen Mangel an blühenden Pflanzen, haben Wild- und Honigbienen eine Menge Herausforderungen zu meistern.

„Wir alle dürfen nicht vergessen, dass Honigbienen nicht nur für die Produktion von  Honig zuständig sind, den wir dank der Arbeit der Imker verzehren dürfen, sondern gemeinsam mit anderen Insekten auch massenhaft Blüten bestäuben und damit für das Ökosystem und die Entwicklung von Pflanzen von unschätzbarem Wert sind“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling. „Mir ist der unmittelbare Eindruck direkt vor Ort inmitten unzähliger Bienen besonders wichtig, weil ich so nicht nur die Arbeit der Imker hautnah kennenlernen und wertschätzen kann, sondern auch ganz praktisch erlebe, worüber wir im Landtag sprechen, wenn es um das Thema Insektenpopulation geht.“

Kämmerling bezieht sich damit auf eine an die Landesregierung gerichtete Initiative der SPD-Landtagsfraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen mit dem Ziel, die Forschungen zum Erhalt der Insektenvielfalt auszubauen, den Einsatz von Pestiziden drastisch zu reduzieren und durch ein „Insektenrettungsprogramm“ Maßnahmen zur Umkehr der negativen Entwicklung zu erarbeiten. Auf Grundlage eines Antrags an die Landesregierung hat zwischenzeitlich eine Anhörung mit Experten stattgefunden. Im Jahr 2018 legt die SPD Landtagsfraktion NRW einen umweltpolitischen Schwerpunkt auf das Thema der Insektenvielfalt und die in unserem Land in den vergangenen 20 Jahren um fast 80% abgenommene Anzahl der Fluginsekten.

Kämmerling abschließend: „Leider gibt es immer noch Akteure, die das Thema Insektenvielfalt belächeln. Dabei ist es eher an der Zeit, das Thema so ernst wie nie zu nehmen. Sämtliche staatliche Institutionen müssen zusammenarbeiten. Bund und Land müssen gesetzgeberisch tätig werden, aber wir vor Ort in den Städten, egal ob groß oder klein, haben den vielleicht größten Hebel. In urbanen Räumen ist der negative Einfluss von Pestiziden signifikant geringer als auf dem Land. Insektenfreundliche Neuanpflanzungen im privaten, wie auch im städtebaulichen Rahmen, sind Gold wert. Ich werde hier mit verschiedenen Partnern die Zusammenarbeit suchen und in unserer Region initiativ werden“.

2018-05-02T13:14:22+00:00 Mittwoch, 2. Mai 2018|