Die Landesstraße L106 zwischen Simmerath-Dedenborn und Simmerath-Hammer befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand. Schlaglöcher und Abplatzungen säumen das gesamte Bild der L106 und die Entwässerung der Fahrbahn ist an einigen Stellen so stark gehindert, dass sich bei Regenereignissen teilweise große Wasserlachen bilden. Wenn es gelegentlich zu Ausbesserungen von Schlaglöchern oder Abplatzungen kommt, dann lediglich durch sporadisches Verfüllen mit Kaltasphalt.

Ortsvorsteher und Ratsmitglied der Gemeinde Simmerath Helmut Kaulard wandte sich daher mit der Bitte um Unterstützung an mich. Nachdem kurzfristig im Rahmen eines Vor-Ort-Termins der Zustand der Straße gemeinsam begutachtet werden konnte, schaltete ich unmittelbar den zuständigen Landesbetrieb Straßenbau NRW ein und richtete eine Kleine Anfrage an die Landesregierung, um für einen Ausbau zu werben.

Die Kleine Anfrage wurde inzwischen durch den Verkehrsminister beantwortet. In der Antwort teilte der Verkehrsminister die Auffassung, dass der Streckenabschnitt der L 106 zwischen Simmerath-Dedenborn und Simmerath-Hammer in Teilbereichen grundhaft saniert werden müsse und umfangreiche Hangsicherungsmaßnahmen erforderlich seien. Der aktuelle Zustand der Straße sei der Landesregierung bekannt. Zwar sei die grundhafte Sanierung der Fahrbahn und der Hangsicherung in die Dispositionen des Landesbetriebs Straßenbau aufgenommen worden, doch müsse sich die Straße nun gegen andere Projekte bei der Aufstellung des sogenannten Landesstraßenerhaltungsprogramms durchsetzen. Wann dies der Fall sein wird, könne noch nicht abschließend festgestellt werden.

Dass die Landesregierung die Sanierungsbedürftigkeit der Landesstraßen objektiviert und mit einer Priorisierungsliste arbeitet, ist nachvollziehbar. Leider bezieht sich die Landesregierung bei der Bewertung der Verkehrsbelastung und somit auch der Priorität einer Sanierung jedoch auf sechs Jahre alte Zahlen einer Verkehrszählung aus dem Jahre 2015. Demnach würden aktuell nur rund 523 Fahrzeuge – beziehungsweise 20 Fahrzeuge des Schwerverkehrs – pro Tag die Straße in dem genannten Abschnitt nutzen. In der Realität wird die Straße jedoch vor allem in den Sommermonaten von (tages-) touristischem Verkehr stark beansprucht. Ich hoffe, dass die Straße schnell saniert und erforderliche Baumaßnahmen der Hangsicherung zügig umgesetzt werden können.

Der in Rede stehende Abschnitt befinde sich nun unter besonderer Beobachtung der Straßenmeisterei, um kurzfristig auftretende Schäden weiterhin punktuell ausbessern zu können. Vor allem potenzielle Hangrutschungen würden nun kontinuierlich kontrolliert und könnten auch ein unmittelbares Handeln erforderlich machen.