Verschiedene Akteure sehen dringenden Handlungsbedarf an der Kreuzung der L160 und B266 in Simmerath-Rollesbroich. Nach einem gemeinsamen Vor-Ort-Besuch mit der SPD-Simmerath und der Bundestagsabgeordneten Claudia Moll hatte ich  Anfang Juni die Landesregierung NRW zu möglichen Verbesserungen der Kreuzung befragt und konkrete Vorschläge unterbreitet. Von der damals ergangenen Antwort der Landesregierung war ich jedoch verwundert, weil die Schilderungen der Landesregierung teilweise gegenteilig zu der Einschätzung der Fachleute des zuständigen Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen waren.

Dass die Errichtung eines Kreisverkehr wegen des zur Verfügung stehenden Platzangebots als nicht möglich eingeschätzt wird, ist sachlich nachvollziehbar. Trotzdem zeigt die öffentliche Diskussion und die Bewertung der momentanen Situation, dass die Kreuzung in Rollesbroich baulich verändert werden muss, um sicherer zu werden – möglicherweise auch durch die Einrichtung einer vollständigen Ampelanlage an der Kreuzung. Offene Fragen und auch die Frage nach einer vollständigen Ampelanlage hatte ich zum Anlass genommen, die Landesregierung erneut zu befragen.

In der jetzt ergangenen Antwort der Landesregierung heißt es mit Blick auf die Verkehrssicherheit des Kreuzungsbereichs zunächst, dass der in Rede stehende Knotenpunkt durch die Polizei aufgrund einer 3-Jahres Betrachtung (2018-2020) mit drei Verkehrsunfällen der Kategorie 2 als mögliche Unfallhäufungsstelle zu identifizieren sei. Der Knotenpunkt werde daher in der nächsten Unfallkommissionssitzung behandelt.

Weiter heißt es in der Antwort, die örtlich zuständige Unfallkommission werde voraussichtlich im September 2021 über Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation beraten. Hierbei würden dann auch die Vorschläge zur Einrichtung von Linksabbiegespuren, zur Errichtung einer Bedarfsampel, zur vollständigen Signalisierung mit einer Ampelanlage und zur Anlage eines Kreisverkehrs bewertet und in die Abwägung einbezogen. Die Entscheidung der Unfallkommission mit dem Beschluss über die dann umzusetzenden Maßnahmen bleibe zunächst abzuwarten.

Sofern die Einrichtung einer Lichtsignalanlage für den gesamten Knotenpunkt beschlossen werden sollte, bedürfe es laut Antwort der Landesregierung der straßenverkehrsrechtlichen Anordnung sowie der Berechnung der Signalsteuerung durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde. Darüber hinaus könne der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen in Abhängigkeit anderer Projekte und der erforderlichen Priorisierung mit der Bauvorbereitung beginnen. Die Realisierung beschlossener baulicher Maßnahmen – wie etwa die angesprochene Errichtung einer Lichtsignalanlage – wäre schließlich noch abhängig von den Mitteln im Landeshaushalt.

Sollte sich jedoch die Umsetzung eines noch zu treffende Beschluss der Unfallkommission entscheidend verzögern – so die Landesregierung – könnte das Gremium auch beispielsweise Zwischenlösungen für den genannten Kreuzungsbereich beschließen.

Hier geht es zu der Antwort der Landesregierung.