Auf Einladung des SPD-Landtagskandidaten Stefan Kämmerling referierte Gerold Fuchs zum Thema

Das Thema Patientenverfügung sorgt wegen widersprüchlicher Informationen immer wieder für Verunsicherung von Bürgerinnen und Bürgern. Auf Einladung des SPD-Landtagskandidaten Stefan Kämmerling referierte Gerold Fuchs jetzt bei einem Informationsabend in Stolberg zu der Thematik. “Patientenverfügungen richtig verfassen – Wie sorge ich vor?” lautete das Motto der Veranstaltung.

Gerold Fuchs, Lehrer für Alten- und Krankenpflege, erklärte den gut 30 Zuhörern dabei ausführlich, auf welche Punkte man beim Verfassen einer Patientenverfügung besonders achten muss und wie diese am besten aufgebaut sein sollte:

Bei einer Patientenverfügung handelt es sich um eine vorsorgliche Willenserklärung. Sie wird wirksam, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, seine notwendige Zustimmung oder Ablehnung zu einer Behandlungsmaßnahme direkt mitzuteilen, erläuterte Gerold Fuchs. In der Patientenverfügung enthalten sind neben Wertvorstellungen und Wünschen vor allem Bestimmungen zu Behandlungsmaßnahmen. Diese können für bestimmte medizinische Situationen eingefordert, eingeschränkt oder auch völlig abgelehnt werden. Eine Patientenverfügung müsse schriftlich formuliert und optimalerweise mit entsprechenden Vorsorgevollmachten verbunden sein, dies sei mit Inkrafttreten des Patientenverfügungsgesetz seit dem 1. September 2009 nunmehr im Betreuungsrecht verankert.

Dem Referat von Gerold Fuchs folgte ein reger Austausch rund um das Thema Patienten-Autonomie. Viele konkrete Einzelfragen aus der Erlebniswirklichkeit der Anwesenden konnten geklärt werden. Fuchs überzeugte seine Zuhörer von der Notwendigkeit einer Patientenverfügung durch viele, sachlich dargestellte Praxisbeispiele.

Nach dem Vortrag verteilte der Lehrer für Alten- und Krankenpflege u.a. Informationsbroschüren des Bundesministeriums der Justiz, womit jeder Teilnehmer konkrete Formulierungsvorschläge mit nach Hause nehmen konnte. Vordrucke und Formulierungshilfen können kostenlos auch über folgende Adressen bezogen werden: Senioreninfocenter der Stadt Stolberg, Herr Paul Schäfermeier, Tel. 02402–13–376 oder
hier auf den Internetseiten der Stadt Düren. Für weitere Fragen können sich Interessierte gerne an Gerold Fuchs (Ruf 0170-55 41 307 oder E-Mail fuchsstolberg@online.de) wenden.

Stefan Kämmerling, der die Veranstaltung moderierte, zog abschließend auch im Namen seiner Gäste ein wichtiges Fazit: „Eine individuelle Festlegung von Patientenwünschen ist jedem erwachsenen Menschen zu empfehlen.“ Nur so sichere man sich die Durchsetzung seines individuellen Willens auch für Zeiten, in denen man (zeitweise) entscheidungsunfähig ist. Ganz bewusst hatte der Landtagskandidat einen Abend mit einem solchem Thema veranstaltet: Für Kämmerling ist es wichtig, sich nicht nur mit lokal- und landespolitischen Thematiken zu befassen, sondern auch mit alltäglichen Themen, die jeden betreffen (können). Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen den Abend anschließend für ein persönliches Gespräch mit dem SPD-Landtagskandidaten, aber auch mit Gerold Fuchs, dem Kämmerling für seinen sympathischen und gleichzig hoch kompetenten Vortrag zur Patientenverfügung dankte.

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