L238n: Stefan Kämmerling MdL bringt neue Variante ins Spiel

L238n: Stefan Kämmerling MdL bringt neue Variante ins Spiel

Es hat den Anschein, als seien im Landeshaushalt endlich jene Millionen verankert, die für den Weiterbau der L 238n benötigt werden. Damit könnte der 2. Bauabschnitt zwischen dem Hohenstein und der Phönixstraße Realität werden, auf den die lärmgeplagten Menschen im Stadtteil Pumpe nun schon lange warten. Allerdings wäre dieser zweite Abschnitt ohne jenen dritten, der die Straße an Stolberg anbindet, eine Farce, denn so würde noch mehr Verkehr als heute in den Stadtteil gelenkt.

„Wanderdünen“

Ob und wann ein 3. Abschnitt kommt, steht in den Sternen. Das Problem: Bei der bestehenden Planung würde die Trasse mitten durch ein Betriebsgelände in Stolberg führen, was erhebliche Entschädigungszahlungen nach sich zöge. Dies, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz, sei bei der Planung damals „nicht vorhersehbar“ gewesen. Diese Äußerung seines Stolberger Landtagskollegen, kontert der SPD-Abgeordnete Stefan Kämmerling, sei „schwer nachvollziehbar“, denn: „Das sind schließlich keine Wanderdünen. Die Grundstücke liegen heute selbstverständlich noch exakt dort, wo sie 2007 bereits lagen.“ Bei allem politischen Gezänk und allem taktischen Kalkül scheinen beide Abgeordneten dennoch ihre Aufgaben nicht aus den Augen zu verlieren. In einem Brief an Verkehrsminister Michael Groschek fordert Wirtz, die Trassenführung zu ändern mit dem Ziel, in Höhe des Gewerbegebietes Steinfurt auf die alte L 238 zu stoßen. „Während des Baues des 2. Abschnitts wäre die Zeit, die planungsmäßige Voraussetzung für den 3. Bauabschnitt herbeizuführen.“ Kämmerling schlägt im Grunde dieselbe neue Trassenführung vor und wartet derzeit nach eigener Aussage auf die von ihm beim Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW erbetenen Umweltverträglichkeitsstudien. „Wenn diese vorliegen, werden wir mehr Klarheit darüber haben, warum man sich 2007 für eine schwerlich umzusetzende Variante entschieden hat.“

(Quelle: Eschweiler Filmpost vom 07.11.2012; Bericht von Michael Cremer)