Stefan Kämmerling: "Wenn ich mit Unternehmen, Betriebsräten und Vereinen in Stolberg spreche, dann kennt und schätzt man Ferdi Gatzweiler." (Bild: (c) Thomas Weiland)

Stefan Kämmerling: “Wenn ich mit Unternehmen, Betriebsräten und Vereinen in Stolberg spreche, dann kennt und schätzt man Ferdi Gatzweiler.” (Bild: (c) Thomas Weiland)

Stadtverband wählt den Vorstand neu. Genossen gehen zuversichtlich in die Kommunalwahl. Motor vieler Entscheidungen gewesen.

Bei der Stadtverbandskonferenz der SPD ist Martin Peters als Vorsitzender ebenso im Amt bestätigt worden wie die übrigen bisherigen Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands.

Neu besetzt werden musste das Amt des Schriftführers, da Gerold Fuchs die Stadt Stolberg aufgrund einer beruflichen Veränderung verlassen hat. Seine Nachfolge tritt Sascha Ciarletta mit dem Stellvertreter Torsten Spitz an.

In ihren Berichten und Grußworten bezogen die Redner der Konferenz klar Stellung zu manchen „Angriffen“ des politischen Gegners. „Wenn ich mit Unternehmen, Betriebsräten und Vereinen in Stolberg spreche, dann kennt und schätzt man Ferdi Gatzweiler“, betonte etwa der Landtagsabgeordnete, Stefan Kämmerling, der den Bürgermeister zudem als ausgewiesenen Verwaltungsexperten bezeichnete.

Wirtschaftsfeindlich

Peters kritisierte, dass „die CDU die Monstranz der Wirtschaftsförderung hochhält, aber seinerzeit mit wirtschaftsfeindlichen Gewerbesteuersätzen in die Verhandlungen zur Bildung der großen Koalition eingestiegen ist“. Der starken Position der Kupferstädter Sozialdemokraten sei es zu verdanken, dass inzwischen sogar die Industrie- und Handelskammer Aachen, die Stolberger Sanierungs- und Finanzpolitik lobe. Bei der Demonstration im November 2012 gegen den Beschäftigungsabbau bei dem Stolberger Unternehmen KME etwa sei die SPD sehr gut vertreten gewesen, wohingegen sich kein einziger Christdemokrat vor Ort gezeigt habe. „Ferdi Gatzweiler kennt man in den Betrieben nicht aus der Zeitung, sondern weil er schon da war. Er ist ein Kümmerer, der sich regelmäßig mit Arbeitgebern und Belegschaftsvertretern austauscht und Hilfe leistet. Das ist der wahre Sinn von Wirtschaftsförderung.“

Der Stadtverbandsvorsitzende stimmte Gatzweiler voll und ganz zu, dass die SPD für Stolberg in den letzten zehn Jahren viel Positives bewirkt habe. Die Neuaufstellung der Schullandschaft gegen den Widerstand der Christdemokraten und die Sanierung der Stadtfinanzen bei Bewahrung der sozialen Strukturen nannte Peters als Beispiele.

Nicht abgehoben

„Ferdi Gatzweiler war ein Garant dafür, dass viele Projekte erfolgreich umgesetzt werden konnten. Er ist nicht abgehoben in Sphären, in denen der einfache Bürger nicht mitkommt, und wirkt deshalb nicht arrogant, hat stets das Wohl der gesamten Stadt im Blick und alle notwendigen Qualifikationen und Eigenschaften, um ein guter Bürgermeister zu bleiben“, resümierte Peters.

Politische Verantwortung

Als Vorsitzender des Unterbezirks äußerte er den Wunsch der SPD, künftig auch auf Städteregionsebene in politische Verantwortung zu kommen. Der Fraktionsvorsitzende, Dieter Wolf, erklärte, die Stolberger SPD habe in der Vergangenheit nicht nur „den Mangel intelligent verwaltet, sondern die Stadtpolitik gestaltet und wichtige Investitionen auf den Weg gebracht“. Die Kupferstädter Sozialdemokraten seien der Motor vieler entscheidender Entwicklungen, und das positive Urteil der Öffentlichkeit bezüglich der Arbeit der gegenwärtigen großen Koalition sei wesentlich beeinflusst durch die Akzente, die von der SPD gesetzt worden seien. „Fraktion und Bürgermeister der SPD auf der Kommandobrücke – das ist auch in Zukunft gut für unsere Stadt, gut für unsere Bürger“, schloss Wolf.

Hildegard Nießen, Vize-Bürgermeisterin, zeigte sich in puncto Kommunalwahlen zuversichtlich: „Wir haben in der Vergangenheit viel Zukunft für Stolberg gewonnen und werden am 25. Mai die Früchte unserer Arbeit ernten.“

In den Berichten der Arbeitsgemeinschaften gaben Ronja Missong für die Jusos, Rolf Engels für die AG „60+“ und Hanne Zakowski für die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Einblicke in die Tätigkeiten der Gruppierungen und zogen positive Bilanzen. Abschließend dankte Peters den Ortsvereinsvorsitzenden Patrick Haas, Peter Jussen und Jürgen Schmitz für die hervorragende Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten, denn letztendlich sei der Stadtverband „die Summe seiner Ortsvereine“.

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Der gesamte Vorstand der SPD Stolberg

Die Wahlergebnisse der SPD-Stadtverbandskonferenz:

Der neue Vorstand des SPD-Stadtverbands: Vorsitzender Martin Peters (36 Ja/3 Enthaltungen/3 Nein), Stellvertreter Arndt Kohn (36/2/4) und Hanne Zakowski (33/3/6); Kassiererin Andrea Müller (36/1/5), Stellvertreter Gürhan Dogan (41/1/0); Schriftführer Sascha Ciarletta (42/0/0), Stellvertreter Torsten Spitz (38/2/2); Pressesprecher Tim C. Schmitz (38/3/1); Beisitzer sind Thomas Blomel, Harry van Emelen, Toni Grendel, Franz-Josef Haselier, Henrike Hicks, Carsten Lange, Norbert Luffy, Yvonne Mees, Rosita Przybylski, Jochem Reitze, Turgay Sacu.

(Quelle: Stolberger Nachrichten / Stolberger Zeitung vom 17.01.2013, Bericht von D. Müller)