Kürzlich richtete der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling, nach Beratungen mit dem Europaabgeordneten Arndt Kohn, eine Kleine Anfrage an die Landesregierung, in der er wissen wollte, wie sich eine von Ministerin Ina Scharrenbach (CDU) eingeführte maximale Förderung in Höhe von 250.000 Euro aus dem sogenannten „Programm Dorferneuerung“ auf die Entwicklung der Dörfer Stolberg Mausbach und Stolberg Werth auswirkt.

In beiden Dörfern wird seit einiger Zeit in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern ein „Dorfinnenentwicklungskonzept“ erarbeitet. Die Antwort der Ministerin bleibt ernüchternd. Das Förderprogramm „Dorfentwicklung“, sieht laut Entwurf erstmalig eine Förderung in Höhe von maximal 250.000 Euro pro Projekt vor und lässt offen, ob für Stolberg die Förderung von mehr als einem Projekt überhaupt möglich ist.

In einem Brief an Ministerin Ina Scharrenbach schließt sich der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling nun den Bitten der Stadt Stolberg an, von dieser Limitierung abzusehen, um die Projekte in Mausbach und Werth nicht zu gefährden und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger nicht zu missachten.

„Neben den enormen Mehrkosten für die Stadt Stolberg, die sich aus der Deckelung der Fördersumme ergeben würden, ist die mit der plötzlichen Limitierung durch Ministerin Scharrenbach verbundene Wirkung auf engagierte Bürgerinnen und Bürger total demotivierend. Seit vielen Monaten setzen sich ehrenamtlich Aktive in ihrer Freizeit für die Entwicklung ihrer Heimat ein und arbeiten aktiv in einer Gemeinschaft für die Entwicklung ihres Dorfes. Einer solch wünschenswerten und hocherfreulichen Zusammenarbeit innerhalb der Dörfer ist mit großem Respekt und Würdigung zu begegnen. Nicht nur der Stadt Stolberg, sondern vor allem auch den Menschen vor Ort muss die Sicherheit für die Realisierung der Projekte gegeben werden, die sie durch ihre Arbeit und ihr Engagement verdient haben“, sagt Stefan Kämmerling (SPD).

Eine Antwort auf die Bitte der Stadt Stolberg und die Unterstützung des SPD-Landtagsabgeordneten bleibt abzuwarten. Stefan Kämmerling ergänzt: „Es freut mich, dass sich die in meinem Landtagswahlkreis lebenden Menschen aktiv mit der Entwicklung ihrer Heimat auseinandersetzen. Ich unterstütze dieses Engagement gern und hoffe, dass dies auch die Landesregierung erkennt und sie die Einführung der willkürlichen Maximalfördergrenze rückgängig macht.“