Stefan Kämmerling

Stefan Kämmerling

Wir zitieren die SuperSonntag, Eschweiler vom 02.05.2010

Stefan Kämmerling will für die SPD in den Landtag

24 Stunden sind nicht genug. Mit dieser Erkenntnis hat Stefan Kämmerling (SPD) in den zurückliegenden Monaten leben müssen. Fast seine komplette Freizeit hat der gebürtige Eschweiler in den Wahlkampf gesteckt und während dieser Zeit sogar unbezahlten Urlaub genommen. Am kommenden Sonntag will er unbedingt in den Landtag einziehen, um sich für Eschweiler, Stolberg und die Nordeifel stark zu machen.

Viel Zeit für seine Partnerin bleibt da nicht, und auch seine Hobbys müssen zurückstehen. Kämerling fährt gerne Mountainbike und ist Sporttaucher. Bis zum Beginn seiner Ausbildung zum Bankkaufmann hat er Handball bei der ESG gespielt. Die Fußballbundesliga verfolgt er nur noch am Fernseher, auch wenn die Liebe zum 1. FC Köln geblieben ist. “Podolski muss unbedingt mit zur WM”, findet er. Kämmerling hat schon immer gerne Karneval gefeiert, was ihn 2002 zur Scharwache brachte.

Der 34-Jährige liest viel, politische Literatur interessiert ihn sehr, ebenso Romane und Biographien. Wenn es die Zeit erlaubt, kocht er gerne: “Alles was mit Nudeln zu tun hat, aber auch sehr gerne Fisch.” Und wenn er bei den Eltern zu Besuch ist, dann wünscht er sich Hausmannskost – “Quer durch den Garten” oder Grünkohl ist nirgends besser als bei Muttern.

Sein Interesse an Politik hat er wohl von seinem Vater geerbt. Der ist zwar kein Parteimitglied, doch seit Jahr und Tag in der IG Metall aktiv. Stefan Kämmerling wurde 1998 ver.di-Mitglied und kam damals über die Gewerkschaftsjugend mit den Jusos in Kontakt. Noch im selben Jahr trat er in die SPD ein. “Damals unter Kohl – das habe ich als Politik des Stillstandes empfunden”, erinnert er sich. Zunächst engagierte er sich im Kommunalwahlkampf für Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram, von dem er sehr viel gelernt hat, wie er sagt. Er baute die Jusos in Eschweiler wieder mit auf und wurde sehr schnell deren Unterbezirksvorsizender. Kämmerling besuchte die Kommunalakademie der Friedrich-Ebert-Stiftung und schaffte 2004 den Sprung in den Stadtrat. Bereits zehn Jahre nach seinem Parteieintritt wurde er SPD-Stadverbandsvorsitzender.

Jetzt ist der Landtag sein Ziel. Hier will er sich unter anderem dafür einsetzen, dass die Kommunen wieder finanziell handlungsfähig sind, die Studiengebühren abgeschafft werden und dafür, “dass sozialer Aufstieg nicht vom Portemonnaie abhängig ist.”

(Quelle: SuperSonntag, Eschweiler vom 02.05.2010 – Bericht von Michael Cremer)