Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen hat im Juni 2016 148 Standorte im Land identifiziert, die für das Programm „100xWLAN“ der Landesregierung als potentielle Standorte in Frage kommen. Die Freifunk-Vereine im ganzen Land waren aufgerufen, sich bei der Staatskanzlei zu melden und gemeinsam mit der Landesregierung eine Auswahl zu treffen. Eschweiler war bei der Vorauswahl leider nicht berücksichtigt. Die Eschweiler Freifunk-Initiative hatte das Amtsgerichtsgebäude in der Kaiserstraße als potentiellen Standort ausgemacht, das Gebäude gehörte aber nicht zu den von der Landesregierung vorgesehen potentiellen Standorten. Das ändert sich jetzt.

„Ich habe den Justizminister gebeten, das Eschweiler Amtsgerichtsgebäude nachzumelden und bin ihm sehr dankbar, dass er meiner Bitte kurzfristig und unkompliziert nachgekommen ist“, so der Eschweiler Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling (SPD).

Bei dem Landesprogramm „100xWLAN“ geht es nicht etwa darum, WLAN z. B. im Amtsgericht selber umzusetzen. Vielmehr geht es darum, dass das Land seinen Beitrag zu „Bürger-WLAN“ leisten möchte und einige Gebäude des Landes als reine Antennenstandorte zur Verfügung stellt. Auch die notwendigen Telefonleitungen haben selbstverständlich keinerlei Verbindung zu den geschützten Leitungen der jeweiligen Einrichtungen, in diesem Falle des Amtsgerichtes. Der Datenschutz in Behörden hat immer Vorrang, weshalb auch das Land hier keinerlei Kompromisse eingeht.

Kämmerling weiter: „Heute habe ich den Kontakt zwischen den Eschweiler Freifunkern und dem mit der weiteren Umsetzung betrauten BLB NRW (Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen) hergestellt. Jetzt hoffe ich, dass das Gebäude sich als geeignet herausstellt und das Vorhaben den Kriterien der Landesregierung entspricht und hier einer der 100 geförderten Knoten entsteht.“