SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling mit dem stv. Bürgermeister von Simmerath Marc Topp. (Foto: Désirée Müller)

SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling mit dem stv. Bürgermeister von Simmerath Marc Topp. (Foto: Désirée Müller)

SPD-Ortsverein Strauch-Simmerath beleuchtet Ortspolitik und stimmt sich auf die Landtagswahlen ein.

Kämmerling: „SPD-Beteiligung an der künftigen Landesregierung würde politische Landschaft verändern“.

Kesternich. In der Gaststätte Jousten fand am Donnerstag eine gut besuchte Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Strauch-Simmerath statt. Die Genossinnen und Genossen befassten sich mit der aktuellen Kommunalpolitik und natürlich auch mit den bevorstehenden Landtagswahlen.

Aus dem Willy-Brandt-Haus in Berlin bekommt man nicht alle Tage Post; über einen Brief des Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel herrschte in Kesternich große Freude. Siegfried Peeters, der Vorsitzende des Ortsvereins, reichte ihn rund. Hierin gratuliert Sigmar Gabriel dem Genossen Marc Topp, der bei den Kommunalwahlen ein herausragendes Ergebnis in Rol­lesbroich erzielte (73 Prozent) und dessen „persönliche Überzeugungskraft“ hierzu beigetragen habe.

Auch Siegfried Peeters, der im vergangenen Jahr das Amt des Ortsvereins-Vorsitzenden von Marc Topp übernommen hat, zeigte sich über diese Anerkennung vom ersten Mann in der SPD hoch erfreut. „Ich werde mich anstrengen, damit ich das Amt annähernd so gut und erfolgreich ausfüllen kann wie du“, sagte er zu Marc Topp.

Stefan Kämmerling, der Landtagskandidat aus Eschweiler, hat sich in den letzten Wochen sehr interessiert gezeigt am Geschehen in der Nordeifel, seine „Tatkraft-Tour“ wurde viel beobachtet und brachte ihn in Berührung mit den Menschen in der Region in ihrem Alltag. Er fokussierte einige Vorhaben der SPD und machte deutlich, was sich ändern werde, sollte die SPD nach den Landtagswahlen in NRW das Sagen haben: Die Studiengebühren müssen weg, „Bildung darf nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen“. Das Schulsystem muss verändert werden, es muss möglich werden, die Entscheidung über eine weiterführende Schule im fünften, sechsten oder siebten Schuljahr zu fällen. Und es soll einen Mindestlohn geben, von dem man „in Würde“ leben kann. Dass auch das Gemeindefinanzierungsgesetz auf den Prüfstand gehöre, nahmen die Parteifreunde in Kesternich zufrieden zur Kenntnis.

„Ein Sieg der SPD am 9. Mai oder eine Beteiligung an der Landesregierung würde die politische Landschaft verändern; dann haben CDU und FDP im Bundesrat keine Mehrheit mehr, und wir könnten beispielsweise die unsoziale Kopfpauschale im Gesundheitswesen kippen“, schwor Stefan Kämmerling seine Genossen ein.

Aus der Arbeit der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Simmerath hob Gregor Harzheim einige Punkte hervor; seine Partei habe den Haushalt abgelehnt, unter anderem weil sie die Herrichtung eines Wirtschaftsweges in Strauch im Augenblick nicht für dringlich hält und ihr die Zuweisungen an die Rursee-Touristik zu hoch erscheinen. Aber auch die Einrichtung einer Beigeordnetenstelle wurde gegen den Willen der SPD beschlossen; die Genossen meinen, eine Verstärkung des Personals im Sachbearbeiterbereich sei sinnvoller.

Zum Simmerather Krankenhaus steht die SPD ausdrücklich, das Komitee zur Rettung des Krankenhauses wird voll und ganz unterstützt. Für die Übernahme durch die Städteregion seien aber noch Detailfragen zu klären.

In einer „Politik-Werkstatt“ können nicht nur SPD-Mitglieder angeregte Gespräche führen. Am 7. April wird zum Hotel zur Post in Simmerath eingeladen, ab 19 Uhr geht es um aktuelle Themen. (ale)

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