Minister Lersch-Mense war im Medienhaus Weiss zu Gast

»Es ist schon beeindruckend, welch großes Unternehmen in einem strukturschwachen Raum den Menschen Arbeitsplätze bietet und zugleich ein etabliertes Medium herausgibt.« Franz-Josef Lersch-Mense, NRW-Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien sowie Chef der Staatskanzlei war im Medienhaus Weiss zu Besuch.Karl-Heinz Carell, Geschäftsführer der Weiss-Druck GmbH & Co. KG, hieß Lersch-Mense im Imgenbroicher Gewerbegebiet willkommen und führte ihn durch das Medienhaus.

Pioniere

»Unser Unternehmen ist als Pionier der modernen Technik bekannt – der Mut und die Weitsicht der Familie Weiss hat uns zu einer der führenden Druckereien Deutschlands gemacht«, unterstrich Carell, der seit fast vier Jahrzehnten für das Unternehmen tätig ist. Heute sei man zu einem mittelständischen Betrieb gewachsen, der 32 Firmen in drei Staaten vereine. »Kerngeschäft des Unternehmens ist der Druck von Zeitungen, Zeitschriften, Katalogen, Werbebeilagen und Kleinakzidenzen«, so Carell. Dabei habe sich der Stellenwert von Zeitungs- und Akzidenzdruck gewandelt. »Früher machten die Zeitungen etwa 70 Prozent unserer Produktion aus, heute sind drei Viertel Prospekte oder Kataloge«, erklärt der Geschäftsführer.

Print begehrt

»Wir spüren die Konkurrenz aus dem Internet, aber mit neuen Produktionsfeldern können wir bestehen«, versichert Carell. Der Kunde informiere sich im Internet, doch die Kaufentscheidung wolle mit einem Prospekt in der Hand gefällt werden, weiß er aus Gesprächen mit vielen Fachleuten.
Doch auch die Verlage mit ihrem Hauptmedium »WochenSpiegel«, die einzigartige Vertriebsstruktur oder der Online-Anbieter »Weiss-Intermedia« aus dem Medienhaus Weiss haben sich einen Namen gemacht.

Ein Wandel, nicht aber ein Sterben auf dem Zeitungsmarkt hat Lersch-Mense ausgemacht. »Wir müssen dafür kämpfen, dass unsere Medien als glaubwürdig wahrgenommen werden und es auch sind«, so der Politiker. Daher sei es wichtig, zwischen einer regionalen Zeitung und dem »Einheitsbrei auf Facebook« zu unterscheiden. Den wer sich nur online informiere, der merke gar nicht, dass nur die eigene Meinung bestätigt und eigene Interessen bestärkt werden. »Da steckt System hinter«, warnt der Landespolitiker. Qualität und Vielfalt müssten in der Medienlandschaft erhalten werden. Dass sich das Medienhaus dafür engagiere, lobte Lersch-Mense.

Besuch in Roetgen

Anschließend ging es für Minister Lersch-Mense nach Roetgen. Dort legte ihm Bürgermeister Jorma Klauss nah, sich für die Nutzung des Bahnhofsgeländes einzusetzen, das auf belgischem Staatsgebiet liegt. »Es liegt direkt an der RAVeL-Route und am Eifelsteig, ist ein perfekt gelegenes Gelände für Ausflüge«, so Klauss. Er versicherte, dass man das Areal dringend aufwerten und touristisch nutzen wolle. »Dass das Gelände lebt, sieht man am ehemaligen Bahnhofsgebäude, das zum Café ausgebaut wurde und sich großer Beliebtheit, besonders bei Touristen erfreut«, stellt Jorma Klauss klar. Auch als ÖPNV-Parkplatz und als kostenloser Wohnmobilplatz werde das Gelände genutzt.

(Quelle: Monschauer Wochenspiegel vom 08.03.2017; Bericht von Thomas Förster)