V. l. n. r.: Anik Beckers, Christiane Karl, Kristina Klinkenberg, Stefan Kämmerling, Heinz Beckers, Thomas Ladwig, Stephan Löhmann und Désirée Müller

V. l. n. r.: Anik Beckers, Christiane Karl, Kristina Klinkenberg, Stefan Kämmerling, Heinz Beckers, Thomas Ladwig, Stephan Löhmann und Désirée Müller

Wir zitieren die Eschweiler Zeitung / Eschweiler Nachrichten vom 06.03.2010:

SPD-Ortsverein Mitte erwartet erfolgreichen Landtagswahlkampf

Eschweiler. Mit großem Optimismus sehen die Verantwortlichen des SPD-Ortsvereins Mitte der Landtagswahl im Mai entgegen. Einer aus den Reihen des OVs, Stefan Kämmerling, ist Kandidat für den Wahlkreis Aachen II (Eschweiler, Stolberg und Nordeifel). Geht man nach der Stimmung auf der Jahreshauptversammlung am Mittwoch, dann tritt er die direkte Nachfolge seiner Parteifreundin Helen Weidenhaupt in Düsseldorf an.
Einer der zentralen Punkte der Versammlung im Talbahnhof war die Neuwahl des Vorstandes, die auf einigen Positionen Veränderungen brachte. So steht Thomas Ladwig, der bei nur einer Gegenstimme als Vorsitzender bestätigt wurde, mit Désirée Müller eine neue Geschäftsführerin zur Seite. Ihr Vorgänger Heinz Beckers trat ins zweite Glied zurück. Mit 189 Mitgliedern ist der Ortsverein Eschweiler-Mitte nach Aussage Ladwigs der stärkste im gesamten Unterbezirk: „Ich verhehle nicht, dass ich stolz darauf bin.“
Zu Beginn hatte Thomas Ladwig auf die vergangenen zweieinhalb Jahre zurückgeblickt. Thema hierbei war selbstredend das Superwahljahr 2009, das mit dem Debakel der Bundes-SPD einerseits und dem „historischen Erfolg“ der Eschweiler Genossen bei der Kommunalwahl andererseits arge Stimmungsschwankungen in den Reihen der Sozialdemokraten hervorgerufen hatte. Die tiefe Enttäuschung nach der Bundestagswahl scheint mittlerweile einer großen Zuversicht Platz gemacht zu haben. Der OV-Vorsitzende („Die Rüttgers und Westerwelles benehmen sich wie Diebe in einem Selbstbedienungsladen“) blickte voller Optimismus auf die Wahlen im Mai und wandte sich an Helen Weidenhaupt, die die Versammlung am Mittwoch über weite Strecken leitete: „Halt den Platz für Stefan warm, denn der wird bestimmt dein direkter Nachfolger.“
Kämmerling selbst gab der Zuversicht am Mittwoch Nahrung, indem er Zahlen aus einer aktuellen Forsa-Umfrage nannte. Diese sieht nach der sogenannten Sponsoring-Affäre um Ministerpräsident Jürgen Rüttgers SPD und Grüne in NRW mit zusammen 45 Prozent erstmals vor Schwarz-Gelb (44 Prozent). Der Landtagskandidat aus Eschweiler („Ich stehe jetzt 24 Stunden am Tag für den Wahlkampf zur Verfügung“) berichtete den Genossen von seinen Bemühungen, „auch in der Nordeifel bekannt zu werden“ und erzählte von den bisherigen Erlebnissen bei seiner Aktion „Tatkraft“.
Wie die Genossen die Wahl in NRW gewinnen wollen, machte Kämmerling anhand von Eckpunkten aus dem Wahlprogramm deutlich. „Wir wollen eine Bildung, die nicht von der Dicke des Portemonnaies abhängt.“ Unter anderem nannte er die Abschaffung der Studiengebühren und die schrittweise Beitragsbefreiung für Kindertagesstätten. Zudem wolle sich die Landes-SPD für 5000 zusätzliche Ausbildungsplätze im Öffentlichen Dienst stark machen und eine 4000-Euro-Prämie für kleinere Unternehmen einführen, die jungen Leuten einen Ausbildungsplatz bieten. Kämmerling stellte am Mittwoch auch das Modell einer Entschuldung von Kommunen vor, die mittel- und langfristig keine Möglichkeit mehr haben, ihre Haushaltslöcher zu stopfen: „Wenn Großbanken systemrelevant sind, dann sind es unsere Rathäuser erst recht.“ (mic)

Der Vorstand des Ortsvereins

Der neue Vorstand des Ortsvereins Mitte: Vorsitzender: Thomas Ladwig, Stellvertreter: Christiane Karl und Stephan Löhmann, Geschäftsführerin: Désirée Müller, Stellvertreter: Heinz Beckers, Kassiererin: Kristina Klinkenberg, Stellvertreter: Anik Beckers, Bildungsbeauftragte: Kathrin Risser, Öffentlichkeitsarbeit: Frank Zander, Beauftragte für Integrationsarbeit: Sedina Piehler, Beauftragter für Jusoarbeit: Kilian Suermann.
Zudem wurden 16 weitere Beisitzer gewählt. Der Posten des Seniorenbeauftragten blieb vakant: Neithard Schmidt hatte acht Gegenstimmen erhalten und nahm die Wahl daraufhin nicht an.

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