Stefan Kämmerling MdL: "Stolberg hat enorme Potentiale bei einer zugleich schwierigen Ausgangslage. Das rechtfertigt aus meiner Sicht eine intensive Unterstützung durch das Land, auch wenn es natürlich Mitbewerberkommunen gibt." (Bild: (c) Thomas Weiland)

Stefan Kämmerling MdL: “Stolberg hat enorme Potentiale bei einer zugleich schwierigen Ausgangslage. Das rechtfertigt aus meiner Sicht eine intensive Unterstützung durch das Land, auch wenn es natürlich Mitbewerberkommunen gibt.” (Bild: (c) Thomas Weiland)

Minister Groschek empfängt Delegation persönlich

Mehrere weitreichende Anliegen, die für die Entwicklung der Stadt Stolberg von bedeutendem Ausmaß sind, beschäftigen derzeit die Stolberger Kommunalpolitik.

Um für die Interessen der Kupferstadt auch bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung zu werben, suchte man jetzt das direkte Gespräch im Landtag. Am Rande einer Plenarsitzung empfing Michael Groschek, NRW-Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr eine Delegation aus Stolberg. Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung & Verkehr der Stadt Stolberg Andreas Pickhardt und die Geschäftsführer der EVS EUREGIO Verkehrsschienennetz GmbH Thomas Fürpeil und Christian Hartrampf waren auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling nach Düsseldorf gereist.

Stolberger Hauptbahnhof – Zugang erleichtern, Barrierefreiheit sicherstellen

Der Stolberger Hauptbahnhof hat sein Gesicht in den vergangenen Jahren bereits maßgeblich positiv verändert. Ein Parkhaus ist in Planung und soll auch über den geplanten Aufzug zugänglich sein, mit welchem die Bahnfahrer/innen zukünftig einmal den „Skywalk“ zur Überquerung der Gleise erreichen sollen. Ein Stolberger Anliegen steckt hier im Detail. So warb man bei Minister Groschek dafür, dass mit dem Aufzug jede Etage des Parkhauses erreicht werden kann, dieses damit auch für Nutzer/innen mit einem Handicap erreichbar wird.

Bisherige Planungen der Deutschen Bahn sehen einen Halt des Aufzuges lediglich auf Parterre sowie auf der obersten Etage vor. Vom Minister erhofft man sich nun eine positive Begleitung der Umplanung. Gleiches gilt für einen möglichst baldigen Um- und Ausbau des Mittelbahnsteiges.

Bahnhofumfeld und Gewerbegebiet Camp Astrid – Flächen aktivieren, Potentiale nutzen

Ein Bahnhof ist eines der prägenden Tore einer jeden Stadt. Für den ersten Eindruck, den mit der Bahn anreisende Besucher von der Kupferstad erhalten, gibt es keine zweite Chance. Für eine optimale Entwicklung des Stolberger Bahnhofs sind schon deshalb auch die Flächen des direkten Umfelds von allen Akteuren zu betrachten. Industriebrachen und weitere Flächen sollen im Konsens und zum Vorteil aller Beteiligten aktiviert werden. Und auch hier erhofft man sich Unterstützung durch das Land und eine Berücksichtigung bei der Stolberger Bewerbung für das Landesprogramm „Flächenpool NRW“. In diesem Zusammenhang nicht vergessen wurde das Gewerbegebiet Camp Astrid. Dieses spielt mit seinen Potentialen und im Konzert mit der Entwicklung des Bahnhofumfelds, eine zentrale Rolle bei den Bemühungen der Stolberger Kommunalpolitik um die Schaffung neuer Arbeitsplätze vor Ort.

Talachse Innenstadt – Der Reiz von altstädtischer Architektur und die Anforderungen an moderne innerstädtische Infrastruktur und städtebaulichen Wandel

Stolbergs außergewöhnliche Topographie und nicht zuletzt dem gesellschaftlichen Wandel geschuldete Veränderungen beim Einkaufverhalten, machen eine städtebauliche Neuaufstellung der Talachse Innenstadt notwendig. Die Stolberger Delegation warb bei Minister Groschek für eine Berücksichtigung der Stolberger Bewerbung für das Städtebauinvestitionsprogramm 2014.

Große Chancen, aber auch viele Mitbewerber – Gemeinsam am Ball bleiben

Stefan Kämmerling (SPD), Landtagsabgeordneter für Stolberg, der den Termin bei Minister Groschek (SPD) auf Wunsch von Bürgermeister Grüttemeier (CDU) vermittelt hatte: “Stolberg hat enorme Potentiale bei einer zugleich schwierigen Ausgangslage. Das rechtfertigt aus meiner Sicht eine intensive Unterstützung durch das Land, auch wenn es natürlich Mitbewerberkommunen gibt.

Ich bin Minister Groschek sehr dankbar dafür, dass Bürgermeister Grüttemeier, Herr Pickhardt und die EVS-Geschäftsführung gemeinsam mit mir, Stolbergs Anliegen in Düsseldorf persönlich vortragen durften. Jetzt müssen wir alle gemeinsam am Ball bleiben, um Stadtentwicklung und SPNV in Stolberg nach vorne zu bringen.”