SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling kämpft um jede Stimme

SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling kämpft um jede Stimme

SPD: Mindestlohn und mehr Hilfen für Familien

Eschweiler/Würselen. Kommunalpolitische Erfahrung haben beide Direktkandidaten der SPD, um ein Landtagsmandat bewerben sich aber beide zum ersten Mal: Eva-Maria Voigt-Küppers (Würselen, Wahlkreis 3) und Stefan Kämmerling (Eschweiler, Wahlkreis 4) sind dennoch zuversichtlich, den christdemokratischen Konkurrenten das Direktmandat nehmen zu können. Küppers (52) hofft, bei den Wählern mit ihrem Schwerpunkt Sozialpolitik punkten zu können, während Kämmerling (34) den Hauptakzent auf die Themen Bildung und kommunale Finanzen legt. Und beide treten entschieden für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und für einen gesetzlichen Mindestlohn ein, „für einen Mindestlohn, von dem die Menschen in Würde leben können“, betont Kämmerling.

Ihre „eindeutige sozialpolitische Ausrichtung“, sowohl beruflich als auch in ihrem politischen Engagement als Stadtverordnete in Würselen, sei ein Grund für sie gewesen, für den Landtag zu kandidieren, sagt Voigt-Küppers. Familien bräuchten viel mehr Unterstützung, in der Jugend- und Sozialpolitik komme der präventive Bereich derzeit viel zu kurz, ebenso die Bekämpfung von Armut. „All das sind große Landesthemen“, sagt sie. Und bei ihren vie­len Wahlkampfveranstaltungen erlebe sie dabei große Unterstützung. „Viele Bürger sagen mir: Es wird Zeit, dass es wieder mehr soziale Gerechtigkeit gibt. Das gibt mir das Gefühl, dass ich die richtigen Themen besetzt habe.“

Dazu gehört zwangsläufig das Thema Finanzen, denn ohne vernünftige finanzielle Ausstattung der Kommunen können die nicht viel ausrichten, sagt Voigt-Küppers. Ihren Parteifreund Kämmerling, Ratsmitglied in Eschweiler, hat genau diese Erfahrung motiviert, für den Landtag zu kandidieren: „Ich trete für ein gerechteres NRW ein. Und als Kommunalpolitiker sehe ich jeden Tag, dass vom Land immer weniger bei den Kommunen ankommt.“ Bei den Bürgern, ob in den kleinen Eifelkommunen oder den größeren Städten, sei das ein „ganz großes Thema“. Ebenso wie sein Eintreten für kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Uni. Auch deshalb glaube er, „dass mir die Bürger am Sonntag eine Chance geben werden und mich wählen“. (jg)

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