Stefan Kämmerling MdL: "Ich sehe mich als Dienstleister für die Kommunen meines Wahlkreises und die Menschen, die dort leben."; Bild: Gemeinde Simmerath

Stefan Kämmerling MdL: “Ich sehe mich als Dienstleister für die Kommunen meines Wahlkreises und die Menschen, die dort leben.”; Bild: Gemeinde Simmerath

Stefan Kämmerling und Karl-Heinz Hermanns bringen Simmerather Projekte auf den Weg

“Ich sehe mich als Dienstleister für die Kommunen meines Wahlkreises und die Menschen, die dort leben.” Der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling war zum Jahresgespräch bei Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zu Gast und hatte Gutes, aber auch weniger Gutes zu vermelden.

Aufgrund der guten konjunkturellen Lage in der Region und steigender Steuerkraft der Gemeinde Simmeraths wird die Nordeifel-Kommune 2016 mit 885.903 Euro weniger Schlüsselzuweisung aus Landesmitteln bedacht als noch im laufenden Jahr. “Das tut uns schon weh”, stellte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns klar. Anfang des Jahrtausends habe man noch etwa 4 Millionen Euro vom Land bekommen, 2016 sei es nur noch knapp 1 Million Euro.

Dafür trägt der Einsatz Kämmerlings für den Breitbandausbau weiter Früchte. Bis Jahresende sollen Förderanträge gestellt werden, damit auch Rollesbroich, Paustenbach und der Zentralort selbst im nächsten Jahr an die Datenautobahn angeschlossen werden.

Auch in Sachen Landesförderung für die Sanierung des Rathausplatzes sei man auf einem guten Weg.

Stefan Kämmerling dankte Simmeraths Bürgermeister für die spontane und unbürokratische Unterstützung bei der Einrichtung einer Not-Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Einruhr. “Wir dürfen die Kommunen nicht überlasten, denn sie tragen am Ende die Kosten”, weiß Kämmerling. Daher seien schlanke und schnelle Asylantrags-Verfahren ratsam. “Jede Belastung hat Grenzen”, verweist Hermanns auf die Zahl von 300 Flüchtlingen, die aktuell im Gemeindegebiet leben. Er fordert europäische Solidarität – Deutschland alleine könne das Problem nicht lösen.

“Dicke Bretter” bohren Hermanns und Kämmerling gemeinsam bei der Bekämpfung des Motorradlärms. “Jegliches Appellieren hilft nur bedingt”, sind die Beiden etwas resigniert. Verstärkte Kontrollen der Polizei haben aber zu einer Verbesserung der Lage geführt. Und schon bald wird es einen Ortstermin mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW geben, um zu prüfen, ob Rüttelstreifen auf den kurvenreichen Strecken ins Rurtal hilfreich sind, das Tempo und damit die Lärmbelästigung durch Biker für die Anwohner zu drosseln.

(Quelle: Monschauer Wochenspiegel vom 16.09.2015; Bericht von Thomas Förster)