Ich habe mich schon zahlreiche Male an die Landesregierung gewandt und diese nach dem Ausbau der B258 – Monschauer Straße – zwischen dem Relais Königsberg und der Autobahnanschlussstelle Lichtenbusch befragt.

Nachdem Verkehrsminister Hendrik Wüst auf fünf wichtige Fragen im Januar 2020 jeweils mit nur einem Satz antwortete, war ich wirklich höchst irritiert. Die Antwort mit nur einem Satz war nicht nur unhöflich den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber, die klare Informationen wünschen, sondern sie erweckte auch den Anschein, die Landesregierung habe überhaupt kein Interesse an einem Ausbau der B258. Dieser Antwort waren keinerlei Informationen zu entnehmen.

Das habe ich zum Anlass genommen erneut den Ausbau der B258 gegenüber der Landesregierung vorzutragen. Konkret wollte ich wissen, welche Ergebnisse eine längst in Auftrag gegebene Verkehrsuntersuchung mit Mikrosimulation hervorbrachte, wie weit ein Vorentwurf der Ausbaumaßnahme gediehen ist und wie die Stadt Aachen, auf deren Stadtgebiet die Straße größtenteils verläuft, in diesen Prozess eingebunden ist.

Aus der jetzt ergangenen Antwort geht hervor, dass die Mikrosimulation eine Zunahme der Schwerverkehre zwischen den Kommunen der StädteRegion Aachen aufzeige und eine leistungsfähige Anbindung an die Bundesautobahn erforderlich sei. Infolgedessen halte der Landesbetrieb Straßenbau NRW auch den Ausbau der B258 für geboten. Die Ergebnisse dieser Simulation würden nun in Kürze der Stadt Aachen vorgestellt, woraufhin dann die Aufstellung eines Vorentwurfs fortgeführt werden könne.

Da vor allem auch die Kreuzungsbereiche zwischen dem Relais Königsberg und der Autobahnanschlussstelle Lichtenbusch für Pendler und Anwohner immer wieder Probleme bereiten, hatte ich auch danach gefragt, ob die Landesregierung unabhängig von dem Zeitplan eines vollständigen Ausbaus der B258, Verbesserungen an den Kreuzungsbereichen Oberforstbacher Straße, Nerscheider Weg und Pascalstraße erzielen möchte. Laut Antwort von Verkehrsminister Wüst ist eine Verbesserung in den drei genannten Kreuzungsbereichen jedoch nur über einen Um- und Ausbau der Verkehrsflächen / Fahrstreifen zu erreichen. Die notwendigen Planungen hierfür würden in private Rechte eingreifen und es seien die umweltrelevanten Wirkungen des Lärms und der Schadstoffbelastung im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens zu regeln.

Ich bin auch weiterhin der Meinung, dass ein Ausbau der B258 dringend notwendig ist. Ich bin froh, dass jetzt zumindest eine etwas ausführlichere Antwort ganz klar aufzeigt, dass die Situation mit steigenden Verkehren eher schlechter, als besser wird und der Ausbau vor diesem Hintergrund noch dringender geboten erscheint. Ich werbe deshalb weiter für einen Ausbau der Pendlerstrecke.