Azubi-Ticket Schwindel: Landesregierung liefert nicht.

Das Ausbildungsjahr hat begonnen, doch die Auszubildenden haben in Nordrhein-Westfalen trotz eines Versprechens des Ministerpräsidenten immer noch kein Azubi-Ticket.

Dazu erklärt Carsten Löcker, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW: „Mehr als ein Jahr ist es her, dass Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Regierungserklärung am 3. Juli 2017 die Einführung eines Azubi-Tickets in NRW angekündigt hat. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres macht sich Enttäuschung bei Azubis im Lande breit, die auf die Worte des Ministerpräsidenten vertraut haben. Beim Thema Azubi-Ticket herrscht Funkstille bei der Landesregierung! Die Koalition aus CDU und FDP bleibt ihrem Kurs treu: Trotz sprudelnder Steuereinnahmen werden soziale Errungenschaften eher gekürzt als fortentwickelt. So wurde der SPD-Antrag, 20 Millionen Euro für das Azubi-Ticket vorzusehen, 2017 von Schwarz-Gelb im Landtag abgelehnt. Hundertausende Auszubildende werden auch 2018/2019 zu wesentlich teureren Konditionen durch NRW fahren müssen als Studierende.“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling ergänzt: „Zwar bietet unser Verkehrsbetrieb, die ASEAG, ein sogenanntes „Azubi-Ticket“ an. Dennoch zahlen Auszubildende hierfür einen mit ihrem Ausbildungsgehalt verglichen deutlich zu hohen Betrag, um den ÖPNV nutzen zu können. Noch dazu gilt dieses Ticket nur im AVV-Bereich, während Studierende mit ihrem Semesterticket ganz NRW befahren können. Es muss für uns doch eine Selbstverständlichkeit sein, dass eine berufliche Ausbildung in keiner Weise schlechter als ein Studium ist.“

2018-09-07T12:07:40+00:00 Freitag, 7. September 2018|