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Anlässlich des eintretenden Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben, meint Stefan Kämmerling, Landtagsabgeordneter für Eschweiler, Monschau, Roetgen, Simmerath und Stolberg:

„Am 1. August 2013 tritt der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in Kraft. Mit einer U3-Quote von 29,8% für Eschweiler, 32,5% für Stolberg sowie 37,8% für den städteregionalen Jugendamtsbezirk, zu welchem auch die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath zählen, sehe ich zwar noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, bin aber zuversichtlich, dass alle Eltern, die dies wünschen, einen Platz für ihr Kind bekommen werden. Die von einigen Beobachtern vorhergesagte Klagewelle von Eltern kann ich nicht erkennen. Bezogen auf die ein- und zweijährigen Kinder – also die Kinder, die ab dem 01. August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben – beträgt die Versorgungsquote in der Indestadt 43,0%, in der Kupferstadt 32,5% und im für die Nordeifel zuständigen Jugendamtsbezirk Städteregion Aachen 54,2%.

Möglich wurde dies durch einen Kraftakt der SPD-geführten Landesregierung unmittelbar nach den Wahlen von 2010 und dann durch eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten: Land, Kommunen, Träger, Eltern, Beschäftigte zogen beim Ausbau an einem Strang und konnten das Ruder herumreißen – trotz des Chaos, das bis dahin herrschte. Wenn wir zurückblicken auf die Zeit der schwarz-gelben Vorgängerregierung, wird deutlich: Damals wurden alle tatsächlich von U3-Kindern belegte Plätze für über Dreijährige in U3-Plätze umgewandelt, um die Statistik zu schönen. Dann verschwanden die Bundesmittel für die Betriebskosten im Landeshaushalt, und die Landesregierung stellte keinen einzigen eigenen Euro für Investitionen zur Verfügung. Die Bundesmittel für Investitionen wurden im Windhundverfahren vergeben. Gegen Ende von Schwarz-Gelb, als offenbar wurde, dass diese Planlosigkeit ein einziges Durcheinander verursacht hatte und die Bundesmittel nicht ausreichen würden, wurde außerdem noch ein Ausbaustopp verhängt.

Doch der U3-Ausbau ab 2010 war nur ein Teil der rot-grünen Maßnahmen zur Stärkung der frühkindlichen Bildung. Mindestens genauso wichtig war der Einstieg in den Ausstieg bei den Kita-Gebühren, der vor allem die Durchschnittseinkommen entlastet. Das ist eine Hilfe, die bei den Familien ankommt und die frühe Bildung stärkt.

Das dritte Standbein dieser Maßnahmen ist die Qualitätssteigerung in den Kitas. Der Betreuungsschlüssel ist einer der wichtigsten Indikatoren für die Betreuungsqualität. Dieser konnte für Kinder unter drei Jahren in NRW zwischen 2010 und 2012 von 1:3,6 auf 1:3,3 verbessert werden. NRW nimmt damit bundesweit einen Spitzenplatz (Platz 4 von 16) ein. Alles in Allem: Rot-Grün ist gut für unsere Kleinsten!“