SPD-Bundestagskandidat Detlef Loosz: "Die Energiewende darf nicht überstürzt und auf Kosten der Beschäftigten vollzogen werden."

SPD-Bundestagskandidat Detlef Loosz: “Die Energiewende darf nicht überstürzt und auf Kosten der Beschäftigten vollzogen werden.”

Bei einem Besuch in der Region traf NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider am Dienstag auf den Konzernbetriebsratsvorsitzenden der RWE AG, Dieter Faust sowie auf den Betriebsratsvorsitzenden des Kraftwerks Weisweiler, Michael Lehmann. Gesprächspartner seitens der SPD waren Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram, der Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Leo Gehlen, UB-Vorsitzender Martin Peters und der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling. An den Blausteinsee eingeladen hatte SPD-Bundestagskandidat Detlef Loosz.

Guntram Schneider, der sich begeistert von der Kulisse als einem Beispiel gelungener Renaturierung zeigte, war sehr interessiert daran, Details zur Braunkohleverstromung aus erster Hand zu erfahren.

Angesichts der schwierigen Marktlage kann RWE bereits seit mehreren Jahren weniger Gewinne verzeichnen. Vor einem harten Sparkurs im Unternehmen warnten jedoch alle Beteiligten. RWE sei ein beliebter Arbeitgeber und Vorbild, was die Ausbildung angehe, so Schneider.

Abhilfe sei nur dadurch möglich, dass der Energiewende größere Aufmerksamkeit zukomme und bessere Planungssicherheit ermögliche. “Kein Thema erfordert so langfristige Planungen wie die Energie”, fasste Schneiders die Herausforderungen an die Politik zusammen. Dem pflichtete Bundestagskandidat Loosz, als langjähriger Gewerkschafter der IGBCE ebenfalls ein Experte auf dem Gebiet, bei: “Die Energiewende darf nicht überstürzt und auf Kosten der Beschäftigten vollzogen werden.” Mit Blick auf die Bundestagswahl kritisierte Loosz die Bundesregierung und forderte die Einrichtung eines Energieministeriums auf Bundesebene. “Das Kompetenzgerangel zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium muss enden.”

Berichterstattung Eschweiler Nachrichten / Eschweiler Zeitung am 05.09.2013