Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
eine Katastrophe hat verschiedenste Teile Nordrhein-Westfalens heimgesucht. Das Hochwasser hat unfassbare Schäden, viel Trauer und Leid angerichtet. Auch weite Teile meines Wahlkreises sind enorm stark betroffen. Ich bin entsetzt über das Ausmaß der Zerstörung und gleichzeitig beeindruckt von der unglaublich großen Hilfsbereitschaft und Solidarität. Die Bürgerinnen und Bürger stehen so eng zusammen, wie nie zuvor.
Nachdem Sie seit vergangenen Mittwoch nichts mehr von mir gehört haben, melde ich mich hier zurück. Die Darstellung in Sozialen Medien und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit hatten in den vergangenen Tagen für mich keine Priorität. Nachbarn, Freunde und Familien von meinen Mitarbeitern und mir selber haben teils schwere Schäden an ihren Häusern erlitten. Teilweise haben sie ihr Zuhause ganz verloren. Wir haben darum keine Notebooks mehr angefasst sondern Keller ausgepumpt, Schlamm geschaufelt und Geröll beseitigt.

Mein Wahlkreisbüro in der Uferstraße in Eschweiler hat vergleichsweise leichte Hochwasserschäden erlitten. Bis auf weiteres können wir in dem Büro jedoch nicht mehr arbeiten und sind dort telefonisch nicht erreichbar. Die Telefonanlage ist nicht mehr vorhanden und eine Rufumleitung konnte nicht mehr rechtzeitig eingerichtet werden. Anrufe in meinem Eschweiler Wahlkreisbüro laufen ins Leere. Für die telefonische Erreichbarkeit kann momentan nur die Düsseldorfer Telefonnummer genutzt werden.
Auf meiner Website richten wir gerade eine Sonderseite ein, mit der ich Bürgerinnen und Bürgern, Betroffenen und Gewerbetreibenden bei einem Überblick über die aktuelle Situation, Hilfe- und Kontaktmöglichkeiten, aber auch die im Aufbau befindlichen finanziellen Hilfen unterstützen möchte. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert. Zu Beginn wird sie noch einen eher kleinen Angebotsumfang bieten. Bei Rückfragen oder Beantragungsschwierigkeiten bei hoffentlich schnell zur Verfügung stehenden Hilfen stehen mein Büro und ich gern zur Verfügung und sind idealerweise per E-Mail kontaktierbar.
Ich wünsche Ihnen und uns viel Kraft für die Bewältigung dieser großen Herausforderung. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, wie groß der angerichtete Schaden tatsächlich ausfallen wird. Das Foto in diesem Beitrag hier zeigt eine der zahlreichen Sammelstellen für Treibgut und Sperrmüll, wie sie überall in den betroffenen Städten meines Wahlkreises an zahlreichen Stellen eingerichtet werden mussten. Es wird ein Kraftakt, unsere Städte und Gemeinden wieder zu dem zu machen, was sie vor der Hochwasserkatastrophe waren. Der Bund und das Land werden dabei in außergewöhnlicher Weise helfen müssen. Alleine bekommen wir das in den Kommunen nicht hin.
Herzliche Grüße!
Stefan Kämmerling