Stefan Kämmerling MdL: „Bei der Schulsozialarbeit ist jetzt Schwarz-Gelb am Zug“

Mit der Schulsozialarbeit wird es in Nordrhein-Westfalen weitergehen – zumindest bis Ende 2018. Dafür hatte noch die rot-grüne Landesregierung unter Hannelore Kraft gesorgt. Hierfür stellte sie 2017 und 2018 jährlich rund 48 Millionen Euro zur Verfügung.

„Die Sozialarbeit an Schulen bietet vor allem benachteiligten Kindern und Jugendlichen neue Möglichkeiten“, so der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling. „Sie trägt mit dazu bei, soziale Benachteiligung auszugleichen und gleiche Chance auf Bildung und Teilhabe herzustellen. Unsere langfristigen Pläne für die Schulsozialarbeit können wir nun leider nicht mehr umsetzen. Jetzt ist Schwarz-Gelb am Zug. Armin Laschet und die neue schwarz-gelbe Landesregierung müssen sich um die Weiterfinanzierung des Projektes kümmern.“

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt der Städteregion Aachen im Jahr 2018 noch rund 1,42 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt Eschweiler erhält hiervon rund 144.000,- Euro womit über den VabW e.V. 5,5 Stellen für die Schulsozialarbeit an den Eschweiler Grundschulen finanziert werden. Die Stadt Stolberg rechnet mit einer Förderung von rund 150.000,- Euro.

An der Ansicht, dass die Finanzierung letztlich aber auch Aufgabe des Bundes ist, hält Stefan Kämmerling fest: „Seit 2013 trägt der Bund rein gar nichts mehr zur Finanzierung der Schulsozialarbeit bei, obwohl dieses Projekt durch ihn zuerst angeschoben wurde. Dann aber wurde die Schulsozialarbeit auf dem Altar der „schwarzen Null“ geopfert. Es muss zukünftig wieder zu einer gerechten Lastenteilung zwischen Land und Bund kommen. Rot-Grün in NRW sprang 2013 ein und trotz der damaligen angespannten Haushaltslage haben wir an dem Projekt festgehalten und die Finanzierung sichergestellt. Uns geht es immer um die Zukunft unserer Kinder, um die Entlastung der Kommunen und vor allem um soziale Gerechtigkeit.“

2017-06-14T17:07:46+00:00 Mittwoch, 14. Juni 2017|

Hinterlassen Sie einen Kommentar