Sport ist enorm wichtig. Aber auch teuer.

Sportpolitische Diskussion mit Fachleuten über Verteilung von Geldern, Übungsleiterpauschalen, Sportstättenerhalt und vieles mehr

Der Sport ist in unserer Gesellschaft ein wesentliches Element, und die meisten Menschen sind auf irgendeine Weise sportlich aktiv. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich diesem Thema anzunehmen und über die Situation des Sports und der Sportler zu sprechen. Unter dem Titel „Wo der Sportschuh drückt“, lud der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling deshalb jetzt zum Sportpolitischen Dialog in die Festhalle Dürwiß ein. „Ich möchte mit den Menschen in Kontakt kommen, die tagtäglich mit dem Thema in Berührung kommen und ich möchte von ihnen eine Rückmeldung erhalten, was gut ist und was verbessert werden könnte.“

Eingeladen waren Sportbünde, Mitglieder der Sportausschüsse, Sportvereine und Vereine mit integrativen und inklusiven Sportangeboten sowie Vertreter der Schulen und Kitas aus den Städten Eschweiler, Monschau, Simmerath, Stolberg und Roetgen. Aber auch Vertreter aus den SPD-Fraktionen, den Ortsvereinen und Stadtverbänden im Südkreis der Städteregion Aachen waren willkommen. Und so fanden an diesem Abend zahlreiche Interessierte in der Festhalle zusammen, um mit Kämmerling und den beiden Referenten Friedhelm Julius Beucher und Ursula Espeter in Dialog zu treten.

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, informierte zu Beginn der Veranstaltung über die Situation des Sports auf nationaler, internationaler, aber vor allem regionaler Ebene und sprach sich für den enormen Stellenwert des Sports aus. „Der Sport leistet einen wesentlichen Beitrag in unserer Gesellschaft“, betonte er und appellierte an die Basis, Verantwortung zu übernehmen und sich bei den Verantwortlichen in der Politik dafür einzusetzen, dass die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die nötig seien, um guten Sport anzubieten. Und auch die Bedeutung der Inklusion im Sport rückte Beucher in den Fokus. Dazu verteilte er später auch den „Index für Inklusion im und durch Sport“, der den Verantwortlichen vor Ort als Anregung dienen kann. „Sport ist eine hervorragende Möglichkeit die Barrieren in den Köpfen abzubauen“, so Beucher.

Dafür setzt sich auch Ursula Espeter die Geschäftsführerin von Tabalingo Sport&Kultur integrativ aus Stolberg ein. Sie berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen im Bereich des Behindertensports. Die Moderation übernahm an diesem Abend Leo Gehlen. Er stellte auch die ersten Fragen an die Referenten, bevor dann nach und nach ein reger Austausch zwischen den Gästen, Kämmerling, Beucher und Espeter entstand. Dabei standen Themen wie die Verteilung von Geldern, die Übungsleiterpauschale, der Erhalt der Sportstätten vor Ort und der demografische Wandel im Fokus.

Es gab einiges, das als positiv bewertet wurde, aber es gab auch viele Anregungen zur Verbesserung, die Stefan Kämmerling gerne mitnahm. „Das ist der Grund, warum ich zu solchen Veranstaltungen einlade“, erklärte der Landtagsabgeordnete und freute sich über die rege Beteiligung der Anwesenden. Für ihn war es wichtig zu erfahren, was den Verantwortlichen vor Ort auf dem Herzen liegt, eben „wo der Sportschuh drückt“ und er versicherte, dass dies nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sei.

(Quelle: Eschweiler Nachrichten / Eschweiler Zeitung vom 20.03.2017; Bericht von Katja Bach)

2017-03-30T14:07:32+00:00 Dienstag, 21. März 2017|