Eschweiler: Kreisverkehr Südstraße / Zechenstraße wird 2018 nicht wie erhofft gebaut

Landesmittel fehlen

Seit vielen Jahren wünschen sich Stadtverwaltung, Kommunalpolitik und Bevölkerung in Eschweiler den Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Südstraße und Zechenstraße (L 11 / K 17 / K 18). Bei der Kreuzung handelt es sich um einen Bereich mit vielen Unfällen und einem hohem Gefährdungspotenzial. Gerade die Anzahl meldepflichtiger Unfälle mit Leicht- und Schwerverletzten ist an dieser Kreuzung auffallend hoch. Ein Kreisverkehr würde den Verkehrsfluss sicherer machen und wird daher bereits seit Jahren gefordert.

Stefan Kämmerling: „Im Zuge der Aufstellung des Programms „Um- und Ausbau von Landesstraßen bis 3 Millionen Euro“ des Landes wurde die Maßnahme in Eschweiler durch den Landesbetrieb Straßen.NRW auf den ersten Platz der Priorisierungsliste der hier zuständigen Regionalniederlassung Ville-Eifel des Landesbetriebs gesetzt. Es war deshalb anzunehmen, dass mit dem Bau des Kreisverkehrs im Jahr 2018 begonnen werden könnte, weshalb ich eine entsprechende Anfrage an den Landesbetrieb gerichtet habe.“

Die Antwort des Landesbetriebs fällt indes ernüchternd aus. Es fehlen notwendige Mittel für den Um- und Ausbau von Landesstraßen, sodass frühestens im Jahre 2019 mit einem Baubeginn in Eschweiler gerechnet werden könne.

„CDU und FDP haben im Wahlkampf groß und breit damit geworben, Mittel für den Straßenbau zu erhöhen und einen angeblichen Investitionsstau zu beenden. Wie im Haushaltsplan von schwarz-gelb nun zu sehen ist, halten sie auch hier nicht Wort, denn der entsprechende Haushaltstitel, aus dem dieser Kreisverkehr finanziert werden müsste, wurde nicht um einen Euro erhöht“, stellt der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling klar.

Für den Um- und Ausbau von Landesstraßen bis 3 Mio. Euro Gesamtkosten je Maßnahme werden im Jahre 2018, wie auch bereits im Jahre 2017, insgesamt lediglich 7 Mio. Euro für ganz NRW bereitgestellt. Auf den Regierungsbezirk Köln entfallen davon rund 1,6 Mio. Euro. Die für das Jahr 2018 bereitgestellten Mittel müssen jedoch zunächst für Maßnahmen des noch laufenden Jahres verwendet werden, die noch nicht gänzlich ausfinanziert sind. Vorerst gibt es somit wohl noch keinen Fortschritt bei der gefährlichen Kreuzung Südstraße / Zechenstraße.

2017-11-20T15:34:56+00:00 Montag, 20. November 2017|

Ein Kommentar

  1. Michael Wiese 21. November 2017 um 07:15 Uhr

    Angesichts von Leverkusener Brücker & Co. von angeblichem (!) Ivestitionsstau zu reden ist schon ein bisschen überheblich, oder?

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