Ein integrationshemmendes und für den Stadtteil schädliches Vorhaben.

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) mit Sitz in Köln hat im Stolberger Stadtteil Mühle ein Wohnobjekt erworben und plant dort die Umsetzung eines Studentenwohnheims. Dessen Nutzung soll männlichen Studierenden islamischen Glaubens vorbehalten sein. Unklar ist bislang, ob eine Nutzung zudem nur Gläubigen der hanafitischen Schule des sunnitischen Islams zugänglich sein soll.

Zu dem Vorhaben äußert sich der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling: „Ein Studentenwohnheim das ausschließlich männlichen Studierenden muslimischen Glaubens zugänglich ist, stellt ein rückwärtsgewandtes Vorhaben dar und ist integrationshemmend.“ Kämmerling hat sich vor dem Hintergrund, dass dem VIKZ in der Vergangenheit von nordrhein-westfälischen Behörden der Betrieb eines Schülerwohnheims sowie von internatsähnlichen Einrichtungen untersagt wurde, an die Landesregierung gewandt und wartet nunmehr deren Bewertung der Pläne in der Kupferstadt ab.

„Egal, was bei dieser Prüfung herauskommt: Für mich steht fest, dass ein derart isoliertes Studentenwohnheim eine der schlechtesten Ideen ist, die man gerade für den Stadtteil Mühle haben kann. Insbesondere die Mühle braucht Akzeptanz für Integration. Abgeschottete Einrichtungen aber bewirken das Gegenteil. Ich persönlich begrüße das Vorhaben des VIKZ nicht“, so Kämmerling.

Kleine Anfrage 1049 (DS 17/2635)

2018-05-17T09:20:28+00:00 Donnerstag, 17. Mai 2018|

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