Pressespiegel
10. Apr. 2010 | Kommentare deaktiviert
“Wir im Stadtverband sind stolz auf euren Einsatz”
Wahlmarathon bei der Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ der SPD. Jakob Bündgen bleibt weiterhin Vorsitzender.
Eschweiler. Jakob Bündgen steht auch in den kommenden zwei Jahren der Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ im SPD-Stadtverband vor. Alle Mitglieder, die am Donnerstagabend zur Jahreshauptversammlung gekommen waren, gaben dem engagierten Sozialdemokraten ihre Stimme. Neu im Vorstand ist Angelika Köhler.
Es war ein regelrechter Wahlmarathon, den die 29 erschienenen Genossinnen und Genossen im „Mexi´s Party-Eck“ absolvierten. Zur Versammlung gekommen waren auch die Unterbezirksvorsitzende der AG, Hanny Wendel aus Alsdorf, und der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Kämmerling. Der Landtagskandidat schwor die erfahrenen Genossen noch einmal auf die heiße Schlussphase des Wahlkampfes ein und warb um Unterstützung bei den Infoständen: „Geht mit mir auf die Straße!“
9. Apr. 2010 | Kommentare deaktiviert
Die Mitarbeiter wollen um ihren Arbeitsplatz kämpfen
Belegschaft des Sozialkaufhauses sammelt fleißig UnterschriftenStolberg. Was sie nach dem 30. April macht? Manuela überlegt kurz: „In die Zeitung gucken, mir wieder eine neue Arbeitsstelle suchen“, sagt sie. Von lähmender Resignation ist nichts zu spüren. Davon möchte niemand im Sozialkaufhaus etwas wissen. Obwohl keiner genau weiß, wie es mit der Einrichtung weiter geht. Weil die Politik eine Haushaltssperre verhängt hat, müssen Menschen wie Manuela, die im Kaufhaus Perspektiven und eine regelmäßige Arbeit gefunden hatten, wieder um ihre Zukunft bangen. Bereits zum 30. April musste die Produktionswerkstatt in Trägerschaft der Wabe erste Kündigungen aussprechen. Der Schock saß tief. Auf einer Betriebsversammlung machten die Mitarbeiter ihrem Ärger, aber vor allen Dingen ihren Sorgen Luft (wir berichteten). „Natürlich war da die Stimmung betrübt“, sagt Manfred Peters, Leiter des Sozialkaufhauses.
8. Apr. 2010 | Kommentare deaktiviert
SPD: “Bad Bank” soll die Schulden übernehmen
Aachen. Einen veritablen «Hilfeschrei» haben die SPD-Kommunalpolitiker in der Städteregion Aachen losgelassen. Sie sagen, ihren Städten und Gemeinden stehe das Wasser nun endgültig bis zum Hals und es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Finanzsysteme komplett zusammenbrächen.Solcher Kollaps sei nur zu vermeiden, wenn der Bund und insbesondere das Land aufhörten, den Kommunen immer mehr draufzupacken. Doch statt nur zu jammern präsentierten die Sozialdemokraten im Rahmen eines «Aachener Appells» auch konkrete Entspannungsmaßnahmen – so soll mit Hilfe der Sparkasse eine sogenannte «Bad Bank» installiert werden, in die Altschulden und daraus resultierende Zinsbelastungen entsorgt werden könnten.
Mit der Sparkasse ist noch nicht gesprochen worden, das soll aber zeitnah geschehen, so der Stadt-Aachener SPD-Chef Karl Schultheis und der stellvertretende Vorsitzende im früheren Kreis Aachen, Martin Peters. Gemeinsam mit den Bürgermeistern Manfred Eis (Roetgen), Rudi Bertram (Eschweiler), Ferdi Gatzweiler (Stolberg) und Arno Nelles (Würselen) wurde der Plan am Mittwoch vorgestellt. Kernidee: Die mit einer Bad Bank verbundenen Belastungen sollen vom Land getragen werden, das sich zwecks «operativer Abwicklung» der NRW-Bank bedienen soll.
3. Apr. 2010 | Kommentare deaktiviert
Stolberg wehrt sich erfolgreich gegen erneuten Neonazi-Aufmarsch
Stolberg. Rund 500 Menschen haben am Samstag in Stolberg friedlich gegen einen erneuten Aufmarsch von Neonazis demonstriert. Dabei setzten sie an gleich mehreren Orten in der Innenstadt ein klares Zeichen gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. Zeitgleich marschierten außerhalb der Stadt knapp 500 Neonazis.
Zu Zusammenstößen kam es dabei nicht, weil die Polizei die unterschiedlichen Gruppen, darunter auch ein paar Dutzend Antifa-Leute, auf Distanz hielt.
Der Protest unter dem Motto «Wir sind Stolberg. Nazis sind es nicht» begann mit einer Kundgebung auf dem Jordanplatz, wo zahlreiche Jugendgruppen Infostände aufgebaut hatten. Anschließend formierte sich ein großer Demonstrationszug, der über die Salm- und Rathausstraße zum Kaiserplatz ging.
Solidarisch zeigten zeigten sich dabei nicht nur viele Bürger aus der Region mit den Stolbergern, sondern auch zahlreiche Bürgermeister der Städteregion. «Wir sind die Demokratie», sagte Städteregionsrat Helmut Etschenberg, «und wir müssen uns wehren, damit diese Neonazis nicht wieder marschieren.»
Nach einem erneuten Zug über die Innenstadtachse endete der friedliche Protest am Nachmittag auf dem Mühlener Markt, wo die Vereinigung der türkischen Geschäftsleute Side neben einer Bühne auch ein Zelt aufgebaut hatte, in dem es heiße Getränke und etwas zu essen für alle gab.
Derweil müssen schon auf ihrer Anreise die Rechtsextremen scharfe Kontrollen der Polizei über sich ergehen lassen. Sogar zwei Wasserwerfer und einen Panzerwagen hat die Leitstelle am Hauptbahnhof zusammengezogen, um für alle Fälle gewappnet zu sein.
3. Apr. 2010 | Kommentare deaktiviert
Stolberg zeigt wieder Flagge gegen Rechts
Stolberg. Gespenstisch wie am Freitag einige Stunden vor Beginn wird auch am Samstag die Innenstadt wirken. Jede Menge Polizei bezieht Position an strategischen Stellen.
Die Demokratie wehrt sich gegen den braunen Spuk von der extremen Rechten. Ein sichtbares Zeichen setzten am Abend Hunderte Stolberger und auswärtige Besucher bei der großen Karfreitags-Prozession. Sie folgten dem ökumenischen Kreuzweg Jesu Christi und schreiten betend hinter dem Aachener Friedenskreuz her.
750 Gläubige sind es, die sich um das Kreuz scharen, Katholiken, Protestanten, Muslime folgen dem Holzschnitt des dornengekrönten Christus. Darunter auch viele Vertreter des öffentlichen Lebens, wie Staatssekretär Dr. Michael Stückradt, Landtagsabgeordneter Axel Wirtz und sein Herausforderer Stefan Kämmerling, Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, seine Stellvertreter Hildegard Nießen und Karina Wahlen, und vor allem Hunderte Stolberger, die ein Zeichen setzen für die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen, unabhängig von Weltanschauungen, Rasse oder Religion.
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